SCHÖNE WEIHNACHTEN - Freude schenken


Quelle: Nordmann - Informations -Zentrum GmbH


Grüne "Freunde" der Weihnachtszeit


Quelle: Nordmann - Informations -Zentrum GmbH
Der "Adventsbaum" 2015

 

Grüne Zweige im kargen europäischen Winter symbolisierten schon für unsere Vorfahren die Stärke der Götter und die Hoffnung, die Sonne würde bald wieder längere Tage bescheren. Immergrüne Pflanzen standen im Mittelpunkt heidnischer Rituale und fanden auch Eingang in die Symbolik des Christentums. Zur Weihnachtszeit stehen die Zweige der Tannen und Stechpalmen für Adventskränze und Gestecke ganz hoch im Kurs und so langsam kommt auch die britische Tradition des Mistelzweiges auf dem Festland an.

 

Doch geknutscht wird freilich nicht immer und überall! Die Anzahl der Beeren bestimmt auch die Häufigkeit der Küsse. Sind diese durch die trockene Heizungsluft schon abgefallen, erlischt auch der Freibrief. Abgesehen von der zusammenführenden Funktion, ist die Mistel eine faszinierende Pflanze, die Ihresgleichen sucht. Es gibt über tausend Arten, die weltweit an ihren Wirtsbäumen zwischen Himmel und Erde hängen und erst deutlich sichtbar werden, wenn sich alle anderen Gewächse ihrer Blätter entledigt haben.

 

Pünktlich zum Dezember entstehen die berühmten Beeren an der immergrünen Pflanze. Doch entgegen ihrer zarten Natur werden die Misteln nicht etwa vorsichtig gepflückt nein! auf Grund ihrer luftigen Höhe werden sie manchmal sogar mit Gewehren abgeschossen!

 

 


Wie und wann der Mistelzweig den Weg in die Weihnachtstraditionen fand, ist leider nicht bekannt. Wohl aber unzählige Mythen und Sagen rund um seine Zauberkraft und Heilwirkung. Ein weiterer zauberhafter Strauch ist die Stechpalme mit ihren unverwechselbaren spitzen Blatträndern und feuerroten Beeren, die die Lebenskraftsymbolik besonders stark zum Ausdruck bringen. In milderen Gebieten kann die bei uns als Busch bekannte Pflanze zu einem mehrere Meter hohen Baum heranwachsen. In der katholischen Kirche werden die Zweige am Palmsonntag geweiht und erinnern an die Palmblätter mit denen Jesus beim Einzug in Jerusalem begrüßt wurde.


Der dritte Vertreter pflanzlicher Weihnachtsboten ist der Christbaum. In Deutschland lassen jährlich 20 Millionen Exemplare das Wohnzimmer oder die Diele zum Weihnachtszimmer werden und wecken jene Gefühle, die wir als Kind kennenlernen und die immer erhalten bleiben. Der Duft der noch kalten Tanne, die langsam ihre Zweige in der warmen Luft der guten Stube setzt und sich zu ihrer vollen Größe (und meist Breite!) entfaltet, ist erdig und lädt ein Stück der Natur in unser Zuhause ein. Die ersten Vertreter waren eher klein und wurden 1419 in

der Bruderschaft der Bäckerknechte im Heilig Geist Spital zu Freiburg im Breisgau aufgestellt.


Als Schmuck dienten Datteln, Nüsse und natürlich Äpfel, die zur Weihnachtszeit von den Kindern geplündert und verspeist werden durften. Nur langsam ging der Siegeszug der Weihnachtsbäume von statten. Erst 1642 wurde ein Christbaum in einem privaten Haushalt aufgestellt. Da die Kirche diese Tradition nicht aufhalten konnte, wurde der Weihnachts-baumbrauch vielfältig symbolisch aufgeladen. Später hingen neben Äpfeln der verbotenen Frucht aus dem Paradies auch tatsächlich hölzerne Abbilder von Adam und Eva und auch der Schlange im Baum.

 

Erst Mitte des 18. Jahrhunderts kamen Kerzen dazu, die das Licht Jesu repräsentieren, das die Welt erhellt und gerade zur Weihnachtszeit eine besondere Bedeutung und Besinnung erfährt. Das Grün von Tanne, Stechpalme und Mistel zeigt alle Hoffnung und Zuversicht auf den Kreislauf des Lebens, auf den wiederkehrenden Frühling und das Licht, nimmt so den Schrecken vom kalten, dunklen Winter und lässt uns auch diese Jahreszeit würdigen und genießen in freudiger Erwartung auf das Weihnachtsfest und das bald kommende neue Jahr.


Quelle: Nordmann Informations Zentrum / Langley




Tief verwurzelt in der Kultur


Gut Dobersdorf - 24232 Dobersdorf - info@holsteintanne.de


Der nordische Weihnachtsbaum aus der Region


Die Wurzeln eines Weihnachtsbaums sind so verzweigt und verästelt wie die Vielfalt des Brauchtums um diesen besonderen Baum. Bereits in der dunklen Mittwinterzeit gehörte das Hereinholen eines "Wintermaien" zur germanischen Lebensart. Oftmals waren es aber auch Obstzweige, die mehr oder weniger zum Blühen gebracht wurden, oder man umgab sich mit der immergrünen Natur. Noch heute gilt: je kühler der Raum ist, in dem der Baum aufstellt wird, desto länger werden die nadelförmigen Blätter halten. Wer Tannenbaumständer verwendet, die sich mit Wasser füllen lassen, wird die "Weihnachtsbotanik" länger frisch halten können.


Frisch, frostig und winterlich ist es, wenn die Natur ihren Winterschlaf hält. Wir können vermutlich kaum ahnen, was für unsere Ahnen eine kalte, dunkle Jahreszeit bedeutet hat. Aus dieser Zeit entwickelte sich ein Brauchtum mit zahlreichen Baumkulten. Eine dieser Baumverehrungen galt auch "unserer" Tanne, Kiefer oder Fichte. Sie war, als immergrüne Baumart, das Symbol des Lebens und der Hoffnung in der Kältestarre des Hochwinters. Die Sehnsucht nach Licht und Wärme war in dieser Jahreszeit sehr groß. Die Ursprünge des heidnischen Brauches lebten im Mittelalter wieder auf. Äpfel, Datteln und Nüsse putzen die weihnachtlichen Bäume in den Zunfthäusern. Am Weihnachtsabend wurden sie von den Kindern der Zunftgenossen geschüttelt. Weihnachtsbäume waren vor allem an den Fürstenhöfen und beim Adel beliebt. Aber rasch verbreitete sich der Brauch auch bei den reichen Bürgern von Stadt zu Stadt.

 

Zu diesem besonderen Fest gehörte auch der Tanz um den Weihnachtsbaum. Wer am Weihnachtsabend einen Tanzabend rund um den Lichterbaum wieder aufleben lässt, kann erleben, dass die Augen im Lichterschein der Kerzen leuchten. Doch die Fröhlichkeit darf nur im Herzen entflammen und nicht im Baum.

 

Das wir in unseren Jahrhundert immer noch mit fast 20 Millionen Weihnachtsbäumen in bundesdeutschen Haushalten aufgestellt werden, haben wir eigentlich den Theologen zu verdanken. Sie schafften es nämlich nicht, sich Mitte des 17. Jahrhunderts gegen den aktiven Widerstand der Bürger und Bürgerinnen mit einem "Tannenbaumaufstellverbot" javascript:durchzusetzen. Es sollten die heidnischen Gepflogenheiten verboten werden. Der Glaube an die Segen bringende Kraft des Weihnachtsmaiens bzw. des Weihnachtsbaumes war aber viel zu tief im Volk verwurzelt. Dennoch dauerte es noch lange ... erst Anfang des 20. Jahrhunderts schmückte der nadelige Baum die gute Stube des kleinen Mannes. Kirche und Kerzen machten ihn bis in die heutige Zeit zum unauslöschlichen Christbaum. Und nach dem Fest wird eine fast vierhundertjährige Tradition zersägt, verheizt, geschreddert oder kompostiert und ab geht es in den Tannenbaumhimmel oder als Verdunstungsschutz lassen sich Zweige um viele Gehölze wickeln.