WEIHNACHTSTIPPs

Infos zum Kauf des Weihnachtsbaumes & zur Pflege von blühenden Weihnachtssternen


Der Weihnachtsbaum vom Weihnachts-Botschafter

Die grünen Freunde der Weihnachtszeit

 

Grüne Zweige im kargen europäischen Winter symbolisierten schon für unsere Vorfahren die Stärke der Götter und die Hoffnung, die Sonne würde bald wieder längere Tage bescheren. Immergrüne Pflanzen standen im Mittelpunkt heidnischer Rituale und fanden auch Eingang in die Symbolik des Christentums. Zur Weihnachtszeit stehen die Zweige der Tannen und Stechpalmen für Adventskränze und Gestecke ganz hoch im Kurs und so langsam kommt auch die britische Tradition des Mistelzweiges auf dem Festland an. Doch geknutscht wird freilich nicht immer und überall! Die Anzahl der Beeren bestimmt auch die Häufigkeit der Küsse. Sind diese durch die trockene Heizungsluft schon abgefallen, erlischt auch der Freibrief. Abgesehen von der zusammenführenden Funktion, ist die Mistel eine faszinierende Pflanze, die Ihresgleichen sucht. Es gibt über tausend Arten, die weltweit an ihren Wirtsbäumen zwischen Himmel und Erde hängen und erst deutlich sichtbar werden, wenn sich alle anderen Gewächse ihrer Blätter entledigt haben. Pünktlich zum Dezember entstehen die berühmten Beeren an der immergrünen Pflanze. Doch entgegen ihrer zarten Natur werden die Misteln nicht etwa vorsichtig gepflückt nein! auf Grund ihrer luftigen Höhe werden sie manchmal sogar mit Gewehren abgeschossen! Wie und wann der Mistelzweig in die Weihnachtstraditionen Eingang fand, ist leider nicht bekannt. Wohl aber unzählige Mythen und Sagen rund um seine Zauberkraft und Heilwirkung. Ein weiterer zauberhafter Strauch ist die Stechpalme mit ihren unverwechselbaren spitzen Blatträndern und feuerroten Beeren, die die Lebenskraftsymbolik besonders stark zum Ausdruck bringen. In milderen Gebieten kann die bei uns als Busch bekannte Pflanze zu einem mehrere Meter hohen Baum heranwachsen. In der katholischen Kirche werden die Zweige am Palmsonntag geweiht und erinnern an die Palmblätter mit denen Jesus beim Einzug in Jerusalem begrüßt wurde.

 

Der dritte Vertreter pflanzlicher Weihnachtsboten ist der Christbaum. In Deutschland lassen jährlich 20 Millionen Exemplare das Wohnzimmer oder die Diele zum Weihnachtszimmer werden und wecken jene Gefühle, die wir als Kind kennenlernen und die immer erhalten bleiben. Der Duft der noch kalten Tanne, die langsam ihre Zweige in der warmen Luft der guten Stube setzt und sich zu ihrer vollen Größe (und meist Breite!) entfaltet, ist erdig und lädt ein Stück der Natur in unser Zuhause ein. Die ersten Vertreter waren eher klein und wurden 1419 in der Bruderschaft der Bäckerknechte im Heilig Geist Spital zu Freiburg im Breisgau aufgestellt.


Als Schmuck dienten Datteln, Nüsse und natürlich Äpfel, die zur Weihnachtszeit von den Kindern geplündert und verspeist werden durften. Nur langsam ging der Siegeszug der Weihnachtsbäume von statten. Erst 1642 wurde ein Christbaum in einem privaten Haushalt aufgestellt. Da die Kirche diese Tradition nicht aufhalten konnte, wurde der Weihnachtsbaumbrauch vielfältig symbolisch aufgeladen. Später hingen neben Äpfeln der verbotenen Frucht aus dem Paradies auch tatsächlich hölzerne Abbilder von Adam und Eva und auch der Schlange im Baum. Erst Mitte des 18. Jahrhunderts kamen Kerzen dazu, die das Licht Jesu repräsentieren, das die Welt erhellt und gerade zur Weihnachtszeit eine besondere Bedeutung und Besinnung erfährt. Das Grün von Tanne, Stechpalme und Mistel zeigt alle Hoffnung und Zuversicht auf den Kreislauf des Lebens, auf den wiederkehrenden Frühling und das Licht, nimmt so den Schrecken vom kalten, dunklen Winter und lässt uns auch diese Jahreszeit würdigen und genießen in freudiger Erwartung auf das Weihnachtsfest und das bald kommende Neue Jahr.


Quelle: Nordmann Informations Zentrum / Langley

 








1. Welcher Baum?


"Oh, Tannenbaum ..." Schätzungsweise über 30 Millionen "Tannen"bäume stehen Jahr für Jahr im Mittelpunkt des Weihnachtsfestes. Die beliebteste "Tanne" ist die "Nordmann" dann folgen grüne oder blaue Fichten. Gewissensbisse, ob angesichts des Waldsterbens ein Baum mit nadelförimigem Laub für wenige Tage ins Zimmer gehört, sind unbegründet. Bäume werden aus forstwirtschaftlichen Gründen gefällt, um genügend Raum und Licht für den Wald zu schaffen.

 

Welchen Baum möchte ich? Dann könnte ein der nächsten Fragen sein: Wie lange brauche ich den Baum? Sind es einige Wochen, die ich Freude haben möchte? Dann ist es eher die Nordmanntanne oder die Nobilistanne (Abies procera) Ist es nur eine Woche, dann ist eine Blaufichte ein schöner, im meisten Falle auch günstigerer Baum, der nach einer Woche schon beginnt die Nadeln zu verlieren. Auch Rotfichten haben nur eine kurze "Lebensdauer" und so ist das ein Baum, der  für jemand denkbar ist, der nur einen Baum für den Heiligen Abend braucht.

2. Wieviel Wasser?


"O Tannenbaum, o Tannenbaum, wie treu sind deine Blätter" - so mancher könnte eher ein Lied vom Gegenteil singen. Zu schnell fallen die Nadeln. Ein "alter" Baum zum Fest? Wenn die untere Stammschnittfläche hell ist, sollte der Baum frisch geschnitten sein. Die vor Wochen geschlagen Bäume können durch Nachsägen schnell "frisch" gemacht werden. "O Tannenbaum, o Tannenbaum, dein Kleid will mich was lehren"., Sind die ursprünglich elatischen, glänzenden Nadeln matt, duftet der Baum nicht mehr? Dann ist er bereits stark gealtert.


Wieviel Wasser braucht mein Baum? Ja, ich denke es sind pro Meter ca. ein Liter Wasser, die ein Weihnachtsbaum braucht. - Also täglich gießen ist hier sehr wichtig.

3. Selbst schlagen oder ausgraben!?


Auch ballierte, verschulte, meist teuere Weihnachtsbäume mit festerem, durchwurzelten Ballen, müssen sehr langsam an das "Wüstenklima" im Zimmer gewöhnt werden. Das Wurzelwerk schwach feucht halten - zuviel Wasser und die Wurzeln faulen. Nach den Festtagen kann der Baum mit Ballen in frostfreien Boden gepflanzt werden. Bäume mit "richtigem" Wurzelballen, sogenannte Containerware, wachsen im Kübel bis zu ein Jahr weiter. Solche mit "Frischeballen", also ohne intaktes Wurzelwerk, haben keine Anwachsgarantie.


Wenn möglich den Baum selbst schlagen oder den Verkäufer, der aus der eigenem Anbau (Region) verkauft, erst kurz vor dem Verkauf den Baum zu fällen. Geschlagene Bäume werden jedoch draußen gelagert und dadurch eine gute Haltbarkeitsdauer.

4. Lagerung kühl.


Damit der Baum seine Frische (Nadelformigen Blätter) behält, bitte den Baum im Netz auf den Balkon stellen oder in eine kühlen Garage aufbewahren, da trocknet er nicht so schnell aus. Das gilt besonders für jede Käufer, die schon zwei bis drei Wochen vor Weihnachten den Baum kaufen (wollen). Und solange es nicht friert auch hier bitte den Baum mit entsprechend Wasser versorgen.

5. Nicht vor die Heizung.


Wird der Weihnachtsbaum ins Zimmer geholt, bitte nicht direkt vor eine Heizung stellen, so würde er schneller austrocknen und ja, das Gießen nicht vergessen.

6.  Tschüß zu Dir Du Baum - oder?

Das Leben nach dem Fest


Ist Weihnachten vorbei - kann der ausgediente Weihnachtsbaum auch noch weiter eingesetzt werden. - Ganz unterschiedlich, ein Jahr habe ich ihn auf die Terasse gestellt und mit Vogel- futter behängt, das nächste Jahr hatte es noch nicht gefroren und ich habe ihn zum Abdecken von einigen Beeten benutzt. Es gibt so vieles, was man damit tun kann. Doch jetzt erst einmal schönen Baumkauf und eine beschauliche Zeit.

 

Und der "ballierte" Baum? In eine bereits ausgehobene, mit laubigem Mulchmaterial gefüllte Pflanzgrube lässt sich der Weihnachtsbaum dauerhaft einpflanzen. Baum aus dem Container nehmen oder Ballentuch öffnen und einen Grießrand nicht vergessen. Alle Neupflanzungen und grünen Gartenpflanzen sollten bei trockenem Winter gegossen werden. "O Tannenbaum, o Tannenbaum, du kannst mir sehr gefallen."



Zwei: Der Weihnachtstern


Heute am 12. Dezember ist der "Weihnachtssterntag" Diese blühendende  "Geschenks-Idee" ist aus Amerika hier gelandet. Dort ist es seit vielen Jahrzehnten üblich "netten" Menschen am "Poinsettia-Day" mit einem Weihnachtsstern zu überraschen. Quasi, eine unvergessliche Sternstunde im Jahr.






1. Woher kommt der Weihnachtsstern?


Bereits im 14. Jahrhundert freuten sich die Azteken im Hochtal von Mexiko über Weihnachtssterne als Heilpflanze. Heute wird er in Gärtnereien auch regional kultiviert.......  Als "Kultpflanze" hat er sich bereits in den vergangenen Jahren seinen Platz erobert.


Mehr als 30 Millionen produzierte und verkaufte Sterne platzieren ihn somit an die fünfte Position unter den Top-Ten der blühenden Indoorpflanzen.

2. Die Farben des Sterns


erst nur rot, dann rosa, orange, weiß ... und rosa creme gesprenkelt....  Ja, so ist es!  Jahr für Jahr entscheiden sich dennoch 80 Prozent der "Sternenkäufer" für einen Mehr- oder Eintrieber im Mini-, Midi- oder Maxiformat mit tiefroten Brakteen (Hochblättern).

3. Die Pflege


Unsere Freude an dieser farbenprächtigen Pflanze wird leider durch unsachgemäße Behandlung, besonders bei den derzeitigen Außentemperaturen (viele marktähnliche Verkaufstellen und zugige Präsentation im Lebensmitteleinzelhandel) auf den Nullpunkt reduziert.


Nicht nur das Image dieser legendären Pflanze, auch der Weihnachtsstern selbst leidet allzuoft darunter, dass er immer wieder in viel zu enge (Plastik)-Tüten gepresst wird. Wasserstress, Temperaturen unter 15° Celsius beim Anbieter oder auf dem Transport in die eigenen vier Wände und zu wenig Licht lassen die Blätter schneller welken und abfallen.


TIPP, da hilft dann auch kein grüner Daumen mehr - die Pflanze stirbt, obwohl der blühende Strauch eigentlich mehrjährig ist.


TIPP, ein heller Standort lässt die unterschiedlichen Rot-, Rosa-, Lachs- und Cremenuancen in der dunkleren, trüben Jahreszeit so richtig leuchten. Aufsteigende Heizungshitze und Zugluft mögen Sterne überhaupt nicht. Die Temperatur kann gern bei 18°C bis 22°C liegen, dann fühlt sich der blühende "Stern der Gefühle" wie zuhause in Mexiko.  Besonders bei sonnigem Stand ist der Wasserbedarf (BESSER lauwarmes Wasser verwenden) groß, ansonsten die Pflanze eher etwas trockener halten.

4. Die Sternstunden danach


So, nun runter von der Fensterbank oder aus dem Übertopf befreien. Der "STERN" kann ab April nahezu eine Auszeit nehmen. Zurückgeschnitten und trocken gestellt können sie ab Oktober (2015) wieder regelmäßiger mit Wasser bedacht werden.


Nach der Entwicklung junger, grüner Triebe wird gedüngt. Durch entsprechende Langtag- und Kurztagbehandlung ist es möglich, die Pflanze auch in wärmeren, hellen Monaten zur Ausbildung der prachtvollen Hochblätter zu bringen. Aber wie?????


Ab September (2015) nur noch zehn Stunden Licht geben - eine absolute Dunkelperiode von 14 Stunden muß dann über zwei bis zweieinhalb Monate hinweg eingehalten und darf nicht unterbrochen werden. Wie macht man das? Einfach einen großen dunklen Eimmer über die "Mexikanerin" stellen.

5. Und zum Schluss


TIPP: Aufgepasst, selbst die schwächste Lichtquelle verhindert die Blütenbildung und die Hochblattfärung. Und wenn der Weihnachtsstern dann wieder blüht, ist er halt ein Liebes- oder Glücksstern. Eigentlich müsste ich jetzt lächeln. ;-)