Als Gartenbotschafter John Langley® engagiert - dabei und mittendrin.


Fotos: Andreas Bock, HR4, NDR, HMC


Etwas Lebenslauf - ein paar Daten, Fakten und viele Gerüchte..

Doch einfach mal ganz anders gedacht: Wäre ich eine Pflanze geworden, so bin ich mir sicher, ich bräuchte viel, viel Sonne: Bin gerne humorvoll, schlagfertig und mit einer Prise Philosophie gehe ich gerne an alle Gartenthemen heran. Stunden und Tage verbringe ich nicht nur in Gärten, sondern auch am Computer, dabei helfe ich in unzähligen Foren Gartenfreunden bei Schneckenbefall, dem richtigen Schnitt der Rosen, der Aussaat von Blumen und Gemüse. Überdies solidarisiere ich mich mit Maulwürfen, Igel und Co. und natürlich auch mit Euch bei Facebook, gerne dort und nun auch hier.

Ein richtiger Lebenslauf würde natürlich ganz anders aussehen und doch gibt es einige besonders wichtig Highlights in meinem Leben, die ich hier kurz aufzeigen möchte. Einfach, kurz und verständlich - sicher auch für Euch aufschlussreich.

1949 - Wurde ich in Hamburg-Barmbek ein "normaler" Stadtteil im Bezirk Hamburg-Nord. Man könnte es nordöstlich der Stadtmitte der Freien und Hansestadt Hamburg verorten.

1962 - Bereits als elf bis zwölfjähriger Schüler erkundete ich mit der prominenten Biologielehrerin Loki Schmidt die Schönheiten der Natur oder war es "nur" der Schulgarten?

1970 - 1975 - Nach der Schule ließ ich mich zum Gärtner (Bluzie) und zusätzlich zum Floristen ausbilden.

1976 - 2014 - Aktive Mitarbeit in unterschiedlichen Prüfungskremien der Handelskammer Hamburg

1996 - Ehrenurkunde für Ehrentamtliche Tätigkeiten an der Handelskammer Hamburg

1982 - Meisterprüfung in der Floristik in Hambug.

1990 - 2015 - Fachlehrer an der Fachschule Gestaltung (G13) Fachrichtung Floristik / Agrarwirtschaft in Bergedorf.

2005 - 2008 - Lehrauftrag an der Förderschule in Bergedorf.



22.07.2014  - Bergedorf In Demut vor der Botanik - Anne K. Strickstrock - Bergedorfer Zeitung (BZ)

Garten-Profi John Langley (65) quittiert seinen Lehrerjob an der G 13 - Irgendein gelbes Gestrüpp, Klatschmohn, eine blaue Hortensie. Dahinter die Hängematte am Apfelbaum und eine grün gestrichene Bierbank: Ich wage es, dem berühmten Fernsehgärtner John Langley ein Foto meines Gartens zu zeigen. Schließlich hat er mal gesagt, der Garten spiegelt den Charakter wider. "Das ist ein Ich-Garten zur Entschleunigung. Erst kommt die Entspannung, dann die Aufmerksamkeit für die Pflanzen, irgendwie Spontan-Botanik", urteilt John - und grinst. Denn er selbst muss künftig sein Tempo drosseln: Ende Juli geht der 65-Jährige in Ruhestand, zumindest offiziell. Denn dann quittiert er nach knapp 40 Jahren seinen Lehrerdienst an der G 13, der Bergedorfer Gewerbeschule für Agrarwirtschaft. Einen typischen Beamten-Garten könne er an der sauberen Rasenschnittkante erkennen. Er selbst hingegen liebt mehr die Wildstauden, die wenig anfällig sind gegen Läuse, Pilz & Co. Zwischen Blutweiderich und Sauerampfer pflanzt er aber gern auch Mangold oder Salate - "nur zur Deko", sagt John, der einen "lebhaften, sprunghaften und überraschenden Garten" mag. Rasen hat er nicht mehr, seitdem ihn seine beiden Kinder einst nur gegen Geld mähen wollten. Tja und heute müsse sowieso alles ein bisschen seniorengerechter werden: "Die Beete sind nur so lang wie ein Besenstil. Dann komme ich von beiden Seiten gut dran." Und er kann mit einer kleinen Hacke auf dem Boden hocken, "dann krieche ich in Demut vor der Botanik in die Beete".

 

Schon viele Jahre hat der Mann mit dem grünen Händchen ausgerechnet eine Wohnung in luftiger Höhe: "Aus dem 9. Stock im CCB-Hochhaus gucke ich auf St. Petri und Pauli und das Bergedorfer Rathaus." Hier ist sozusagen das Lehrer-Domizil. Denn bis zuletzt unterrichtete er neun Gärtnerklassen an der G13 - und da ging es längst nicht nur um grüne Grundbegriffe: "Man kann auch wunderbar rechnen lernen, wenn man wissen will, wie viel Substrat in 23 kleine Töpfe soll." Eigentlich war John Langley sogar selbst Schüler seiner Schule, damals, als die G13 noch im Stadtpark lag. Dekorateur, Gärtner und Florist hat der "Barmbeker Jung" gelernt - und erinnert sich genau an sein Meisterstück: "Da habe ich fünf Kubikmeter Raum mit gelben Orchideen und Algen aus dem pazifischen Ozean bestückt, die rankten sich um Alu-Rohre aus der Klimatechnik." Bis heute liegt ihm die Berufsorientierung am Herzen. So klärte er zuletzt an der Gretel-Bergmann-Schule in Neuallermöhe auf, denn "unser Berufsstand ist gefährdet, seitdem sich die Jugend an den Löhnen orientiert und das Arbeitsleben nicht nach dem Wetter ausrichten mag".

Doch immerhin 270 Floristenmeister habe er im Laufe der Jahre an der Fachschule für Gestaltung ausgebildet. Eine ebenso anspruchsvolle Aufgabe seien die fünf Jahre an der Förderschule An der Twiete gewesen: "Da musste alles klarer gesagt und gezeigt werden. Mit den Schülern habe ich mal Laub vom Dach geharkt, was eigentlich verboten war. Und dann gab es noch den Radlader-Parcours auf dem Schulhof." So müsse man als Lehrer eben immer kreativ sein "und sich selbst nahezu täglich infrage stellen".

In den vergangenen fünf Jahren war John Langley vornehmlich in Wilhelmsburg zu treffen, als Botschafter der Internationalen Gartenschau. Und immer wieder fragen Verlage und Zeitungen an, wollen meist Artikel mit Gartentipps. Aber solche Angebote stellt er erst einmal zurück, um in sein neues Rentnerleben zu finden - möglichst betriebsam: "Ich habe schon den Schuppen und den Keller aufgeräumt." Da gibt es noch die Foto-Ausrüstung und die vielen gesammelten Gartenbücher.

Und noch längst wird der Terminkalender nicht luftiger: Erst gestern wurde in einer niedersächsischen Gärtnerei eine Orchideenart nach John Langley benannt. "Die ist ziemlich anspruchslos und ernährt sich über die Wurzeln", sagt der 65-Jährige schelmisch. Und - ach ja - einen eher anspruchsvolles Ziel hat der Mann, der weiterhin alle zwei Jahre die "Bergedorfer Hafenmeile" moderiert, auch noch: "Wenn man die Fassade von Woolworth begrünen würde, hätte der Serrahn eine wirklich hübsche Kulisse."


Wer einen Garten hat, lebt schon im Paradies.

© Aba Assa (*1974), Essayistin


1977 - 2015 - Vor ganz langer Zeit entdeckte mich der NDR (genauer gesagt - Hannes Herbst) Charmant und schlagfertig, so war die damalige Einschätzung der verantwortlichen Redakteure. 1977 hatte ich meinen ersten medialen Auftritt als Weihnachtsbaumexperte in der Aktuellen Schaubude. Danach wurde ich fast vom Fleck weg für die visuellen Medien entdeckt und engagiert. Seither stelle ich überwiegend den Zuschauern des NDRs unter anderem besonders schöne und oft auch unbekannte Gärten, Arbeitstechniken oder interessante Tipps aus dem Studio oder Garten vor.

Ich DANKE allen Verantwortlichen und NDR Mitarbeitern für diese unvergessene und abwechslungsreiche Zeit. Beeindruckt Und kann gut verstehen, dass es auch "frische" Gesichter geben muss.hat mich über Jahrzehnte das kolligiale Miteinander in den unterschiedlichesten NDR-Teams. MEHR geht NICHT.

2015 war das Jahr der "neuen" Gesichter im NDR. Nun bin ich als Gartenbotschafter aktiv und treffe "WIRKLICH" überall "meine" Zuschauer. Da spürt man die Verbundenheit und freut sich auch noch nacher rein über jeder abgedrehte Minute im Rampenlicht der Öffentlichkeit.

Fotos: Uwe Ernst, Hilia Höpker, NDR, Ulrich Koglin

2008 - 2014 Öffentlichkeitsarbeit, Promotion- und Marketing Aktivitäten der internationalen gartenschau 2013 in hamburg - Auch die Ideale der Gartenschau – einen Sport-, Freizeit- und Erlebnispark für die Bevölkerung in Hamburg-Wilhelmsburg mit zu gestalten war ein Lebenstraum – ich vertrat als Moderator, Gartenbotschafter die igs 2013 bei Sommerfesten und Veranstaltungen, war auch als Gästeführer über das Gartenschaugelände und als Talkshow- und Podiumsgast und Referent unterwegs. Fotos: Andreas Bock

2009 - Ein interessantes igs-Projekt ist mit dem Buchverlag (Cadmos) auf dem Weg gebracht worden. Die jährliche Installation eines GartenZeit Kalenders. Im Jahre 2010 wurden - nach Aussage des Verlages - fast 30.000 Exemplare in Deutschland und Österreich verkauft.

2012 - Ein weiteres Buchprojekt „Mit dem Fernsehgärtner durchs Gartenjahr“ wurde mit der Redakteurin Verena Künstner veröffentlicht vom Ellert & Richter Verlag aus Hamburg und dies war beispielsweise eine gemeinsame NDR Kooperation.

2012 - 2016 Gartenkolumen in der LandGang - Langleys blühende Fantasien - LandGang zeigt die schönsten Facetten des ländlichen Lebens im Land Schleswig-Holstein mit natürlicher Bodenständigkeit und fühlbarer Liebe zum Norden.

2012 - Gartenbotschafter in der TINA

2010 - 2014 - Als grüner Daumen und Gartenbotschafter war ich auch in der NDR-Landpartie mit Heike Goetz aktiv und war froh im Team dabei sein zu dürfen. Die Drehorte waren nicht nur bundesweit verteilt. Polen, England, Österreich, Dänemark und die Niederlande waren dabei. Von den Alpen durch den Thüringer Wald zur Lübecker Bucht, vorbei an der Niederländischen Nordsee, Schleswig Holstein, das Münsterland, Müritz, Usedom stehen im Terminkalender für dieses überaus beliebte NDR Format.

Fotos: Ulrich Koglin / NDR

2011 - In diesem Jahr wurde ich von der Loki-Schmidt-Stiftung offiziell zu deren Botschafter ernannt – für mich eine besondere Anerkennung.

1999 - 2015 - Als NDR-Fernsehgärtner hatte ich die Möglichkeit live Service-Tipps in der Sendung „MeinNachmittag“ zu geben. Nicht zu vergessen: Und das schon 16 Jahre lang ................. jede Woche live und in Farbe.

2015 - Und dann ab Sommer 2015 bin ich auch als Garten- und Weihnachtsbaumbotschafter verstärkt ehrenamtlich aktiv.

Fotos: Petra Schweim

2016 - Der bundes­weite Schulgarten­wettbewerb 2016  - "Aufblühen!" -  Aktiv in einer fachkundigen Jury, zu der Judith Förster von Capri-Sonne Bio, Bettina Stiebel von „Dein SPIEGEL“ und der aus dem Fernsehen bekannte Gartenbotschafter John Langley gehören.

Quelle: Auszüge aus meinem Lebenslauf den ich anlässlich der igs 2013 entstand, mehr zu mir überall auf meiner Webseite.

Textbearbeitung: Anne und Marie Schweim