Vogelnistkästen säubern - Gartenbotschafter John Langley®


Das hat an einem Tag richtig was gebracht. Insgesamt wurden 24 in luftiger Höhe befindliche Wohnungen und Großraumnisthölen von den Bäumen genommen. Alle müssen für diese anstehende Brutsaison richtig gepflegt und vor allem flohfrei vorbereitet sein. Die "Gehäuse werden freigeräumt mit der Bürste - so gut wie möglich - gesäubert und anschließend mit kochendem Wasser gereinigt. Und dann wieder zurück in den Baum. Nistkästen können in unterschiedlicher Höhe angebracht werden. Als bewährte Regel gilt Nisthilfen für Singvögel in Gärten und Grünflächen in Augenhöhe (1,5 bis 1,8 m), sonst in etwa 2,8 bis 3,5 m Höhe. Für größere Tiere empfiehlt sich eine Höhe von 4 bis 6 m. Das Flugloch zeigt idealerweise nach Südosten. Warum? So kann der Wind und Regen nicht in die Flugöffnung eindringen. Wer gleich mehrere Nistkästen aufhängen möchte - sollten wenn möglich - mindestens 10 Meter Abstand zwischen den einzelnen Behausungen berücksichtigen. Doch in der "Wirklichkeit" kann auch alles ganz anders sein. Wer hätte es gedacht? Bereits ein einzelnes Paar Blaumeisen und Ihre Jungen haben bis zu 70.000 Raupen und 20 Millionen Insekten auf ihren jährlichen Speiseplan stehen. Nun sind Zahlen geduldig und keiner muss jetzt nachrechen, ob diese Aussage ergebnissicher ist. Einfach die heimische Vogelwelt beobachten und entsdsprechend wahrnehmen, dann wird das Summenspiel der Zahlen bestimmt aufgehen.



"Ich möchte hier spontan noch etwas Werbung für "sinnvolle" Pflanzen im Garten zu machen. Oftmals kann man mit etwas Nachdenken bei der Pflanzen- bzw. Gehölzwahl ohne Einbussen bei Blüte, Aussehen oder auch Ertrag ökologisch wertvolle Pflanzen verwenden, die auch noch den Vögeln, Insekten und/oder kleine Säugetieren nutzen. Beispielsweise ist die Forsythie ökologisch nutzlos, die Staubgefässe sind zu Blütenblättern umgebildet, kein Insekt hat etwas davon. Wenn man stattdessen eine Kornelkirsche wählt, hat man die selbe schöne Blüte, aber die Insekten können naschen. Und im Herbst hat man auch noch Kornelkirschen, die bei den Vögel beliebt sind. Die Kornelkirsche (Cornus mas 'Kasanlaker') ist ein Beispiel aus meinem Garten. Wunderschön in Blüte sind auch die Felsenbirnen (Amelanchier ovalis), die als A. ovalis auch für kleinere Gärten passen. Was habe ich sonst noch so an "sinnvollen" Tiernutzpflanzen? Da fallen mir spontan die Hartriegel ein (Cornus alba 'Elegantissima'), die schmalblättrigen Berberitzen bieten auch schon früh im Jahr Nektar an (Berberis stenophylla 'Jolanda') und beliebt bei den Tieren sind wohl auch meine verschiedenen Wildrosenarten, im Frühjahr gibt's Nektar, die Wildrosen auch noch alle Staubgefässe haben und diese nicht wie die Zierrosen zu Blütenblättern umgebildet haben, im Herbst gibt's dann Hagebutten. Ach, ein Star auf der Beliebtheitsskala der Vögel ist wohl auch mein grosser Sommerflieder (Buddleia alternifolia). Wenn im Winter Scharenweise die Grünlinge (?) darüber herfallen und die Samen rauspicken, ist es eine echte Schau. Ach ja, dass ist auch noch eine guter Gedanke in diesem Zusammenhang. Wenn wir genügend Pflanzen im Garten haben, die die Vögel (und andere Tiere natürlich auch) im Winter ernähren, dann können wir - aus meiner Sicht - die zweifelhafte Vogelfütterung einstellen oder zumindest reduzieren und können trotzdem die Vögel beobachten und ihnen nun wirklich artgerecht etwas Gutes tun! In diesem Sinne, haut rein Leute, es ist Pflanzzeit! "
Axel

Fotos: P.S.