NDR-Mein Nachmittag


Sukkulenten mit Christopher Braun und Gartenbotschafter John Langley®


Copyright / Fotos: Hilia Marija Höpker


Überlebenskünstler


Egal, wem man anspricht - Sukkulenten kennen fast alle. Verständlich, sie bestechen durch eine ungewöhnliche Optik oder etwas genauer formuliert beeindruckt die Wuchsform (Habitus) und dass wird vermutlich auch der Grund für den hohen Bekanntheitsgrad ausmachen - sie sind ausgesprochen pflegeleicht. Auch für mich sind die "Überlebenskünstler" ideale Gewächse für Menschen mit wenig Zeit, aber einem Faible für extravagante, originelle Botank. Unter dem Begriff „Sukkulenten“ sind mehr als 10.000 Pflanzen zusammengefasst. (leider NICHT HIER) Die wichtigsten Arten, die zu den sukkulenten Pflanzen gehören, sind Agaven (100 Arten), Yucca (30 Arten, Kakteen (2.500 Arten), Mittagsblumen (2.500 Arten), Seidenpflanzen (3.000 Arten), Euphorbien (1.500 Arten) und Crassulacen mit (1.500 Arten)


Was ist succus?

Die speichern Wasser in ihren Körpern oder Wurzeln, um auch Trockenzeiten überdauern zu können. (Das lateinische Wort "succus" bedeutet "Saft".)

 

Die derzeit äußerst beliebten Kakteen gehören als Untergruppe zu den Sukkulenten. Was bedeutet das? Jeder Kaktus ist eine Sukkulente, aber nicht jede Sukkulente ist ein Kaktus.

 

Grob gegliedert wird die riesige Pflanzengruppe der Sukkulenten nach ihrem Feuchtigkeitsspeicherorgan.

 

Und was gibt es für Speichermöglichkeiten? Stamm-, Blatt- und Wurzelsukkulenten.

 

Die Stammsukkulenten benutzen demnach ihren Stamm als Wasserspeicher. Dieser ist mehr oder weniger verdickt, die Pflanzen sehen in der Regel kakteenartig aus. Häufig haben sie gar keine oder nur ganz winzig kleine Blätter. In vielen Fällen ist der Stamm mit Dornen versehen, was natürlich besonders an Kakteen erinnert. Diese Dornen sind meist die umgewandelten Blätter der Pflanze. Laub verdunstet viel Wasser, Dornen nicht. Die Umwandlung ist also eine geniale Anpassung an extreme Lebensbedingungen. Daneben dienen die Dornen natürlich auch als Schutz vor Fraßfeinden. Manche dieser Pflanzen sind so bizarr geformt, dass man den "Stamm" fast nicht mehr als einen solchen erkennt.


Bei Blattsukkulenten dienen die Blätter als Wasserspeicher und sind sehr fleischig. Eine besonders extreme Anpassung sind die "Fensterblätter" wie sie beispielsweise Lithops, Frithia oder Peperomia besitzen. Die fleischigen Blätter sind da so umgeformt, dass das Licht durch spezielle transparente, dünne Stellen der Blattoberfläche in das Innere der Pflanzen hineinleuchtet. Die Assimilation findet also im Inneren der Pflanze statt.

 

TYPISCHE BEISPIELE: Fetthenne (Sedum album, Crassulaceae) oder die Hauswurz (Sempervivum sp.). Gattungen Aeonium (Crassulaceae), Agava (Agavaceae), Aloe (Liliaceae) und Escheveria (Liliaceae).

 

Wasserspeicher in den Blättern zum Beispiel: Tillandsia usneoides, Louisiana-Moos (Tillandsia usneoides) Seine Wurzeln sind völlig reduziert; sie versorgen sich ausschließlich von den Niederschlägen über die Blattoberfläche mit Wasser und Mineralien.


Aloe-Arten (Liliaceae) , Lithops-Arten aus Südafrika. Letztere stecken mit den Blättern in der Erde, nur die "Fenster" der Blätter sind an der Oberfläche und wenden sich dem Licht zu.

 

Wurzelsukkulenten nutzen die meist rübenartig verdickte Wurzel als Wasserspeicher. Dieser ist häufig wesentlich größer als der sichtbare Teil der Pflanze. Über der Erde ist die Pflanze groß wie eine kleine "Tomate", unter der Erde befindet sich ein fußballgroßer Wurzelstock.

 

TYPISCHE BEISPIELE: Spargel oder Kartoffel zählen zu den Wurzelsukkulenten.


Wahrnehmung


Wer sich die Pflanzen etwas genauer anschaut, wird schnell hinter das "Geheimnis" der Natur kommen.  Haben die Pflanzen größere, wenig sukkulente Blätter, müssen sie nicht

ganz nah an der Sonne stehen, je sukkulenter und gedrungener die Pflanzen jedoch sind, umso größer ist der Lichthunger - also dickfleischige Pflanzen ganz nah ans Fenster oder in die volle Sonne.

Ein großer Unterschied zwischen Tag- und Nachttemperatur wirkt sich günstig aus.

 

AUFGEPASST: Weniger ist........ RICHTIG - mehr. Außerdem sollte bitte darauf geachtet werden, dass nur während der Wachstumsperiode gegossen wird. Dann jedoch nicht mehr als einen Schuss Wasser pro Woche.

 

ACHTUNG: Zuviel Wasser lässt die Pflanzen faulen. Einnebeln der Pflanzen mit abgekochtem Wasser oder Regenwasser fördert die Pflanzenkonstitution. Leitungswasser sollte nicht verwendet werden, da es oft weißliche Kalkflecken hinterlassen kann.


Substrat


Am besten verwendet man ein mineralisches durchlässiges Substrat, welches zu gut gemeinter Wassergaben schnell ableiten lässt.

Profis mischen sich diese "Erde" oder genauer ein Substrat. Bemüht man WIKIPEDIA, dann entschlüsselt sich vereinfacht folgende Erklärung. "Diese (Substrate) werden hergestellt aus verschiedenen Erden, durch Beimischung von Zuschlagstoffen, aus Erdgemischen oder als erdelose Substrate bis hin zu der Verwendung von flüssigen Nährlösungen."

Zurück zu unserem Thema. Grundbestandteil eines guten Sukkulenten-Substrates ist zunächst ein gut gewaschener, nicht zu feinkörniger und weitgehend von tonigen, klebenden Bestandteilen freier Sand. Ferner sind Zuschlagstoffe wie Gesteinssplitt kleinerer Körnung, gebrannte Tonbröckchen (wie beispielsweise Seramis oder andere Produkte) und bei einigen Arten sogar etwas Kalkgesteinsbröckchen sowie bröckeliger Lehm vorteilhaft.Liest sich etwas kompliziert, aber letztendlich wird mit dieser "Mischung" die Sukkulenten erst zu Überlebenskünstler. (Wenn die Pflege, der Standort und die innere Einstellung zu den Pflanzen stimmt. :-)


Das fertig gemischte Substrat soll selbst in feuchtem Zustand noch auseinanderrieseln, wenn man es aufhäuft oder mit der Hand zusammenballt. Dieser Test gilt für viele Substrate. Wenn nach dem "DRUCKTEST" nicht klumpt und verklebt - ist alles gut.


Kontrolle ist gut


Kontrolle: Pflanze austopfen und nach der Wurzel schauen. Hat sie das Substrat in ihrem "bengten Zuhause" gut durchwurzelt, sind die Wurzeln feinfaserig und mit haarfeinen Saugwurzeln ausgestattet und sind die Hauptwurzelstränge hell und sauber? Ja, dann ist alles in Ordnung.

 

ACHTUNG: Sieht das Wurzelfragment  eher trocken und gestesst aus, dann ist es höchste Zeit, etwas für die Lebensdauer der Pflanze zu tun.


Ist da noch etwas zu retten? Ja, die Wurzeln reinigen, d.h. gründlich - aber vorsichtig - mit nicht zu kaltem Wasser waschen. Danach ein paar Tage abtrocknen lassen. Alle abgestorbenen oder faulenden Teile (eine Nagelschere ist hierfür bestens geeignet) zuvor entfernen.




Gartenbotschafter John Langley®


www.gartenbotschafter.de

Hamburg Journal des NDR befragt John Langley
Hamburg Journal Gartenbotschafter

Fernsehen

Unerwartet stand ich ganz spontan für das Hamburg Journal vor der Kamera.

Norddeutschen Gartenschau im Areboretum Ellerhoop
Areboretum Ellerhoop

Bücher

Hier findet Ihr Bücher Empfehlungen und auch "etwas" von mir. MEHR

John schreibt: Mein Gästebuch
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John mit einer Schere, mit der man abgeschnittene Rosen präsentieren kann
Verkehrte Ansicht

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Loki Schmidt liest einen Flyer von John und dem NDR
"Loki " Hannelore Schmidt und John

Loki Schmidt

Es ist eine besondere Auszeichnung, ihre Stiftung als Botschafter vertreten nicht nur in der Öffentlichkeit vertreten zu können und zu dürfen.

Pflanzzeit Gartenbotschafter
Pflanzzeit Gartenbotschafter

"Engagierbar"

Visuelle Gestaltung, aktive Moderationen, Vorträge, Präsentation, verständliches Naturverständnis.

 

John mit viel Ehrenamt unterwegs - für die Loki Schmidt Stiftung
John und Ehrenamt

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Impulse sind mir wichtig. Es gibt noch viel, was man(n) GUTES, SINNVOLLES und EHRENAMTLICHES tun kann und könnte.

 

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