NDR-Mein Nachmittag


Sommer im Garten mit Christine Dohnau und Gartenbotschafter John Langley®


Copyright / Fotos: Hilia Marija Höpker


Sommer


Tipp: Besonders an heißen Sommertagen werden bei Hecken-  und Einzelpflanzen sehr oft mit den Wassergaben total übertrieben.


Tipp: Automatische Bewässerung sind "in" und sorgen dafür, dass man mit dem teuren Trinkwasser sinnvoller umgeht.


Tipp: Zuviel Nässe sorgt für Stress. Wer zuviel BEWÄSSERT erreicht damit oft das das Gegenteil. Warum? Pflanzen benötigen auch im Wurzelbereich viel Luft, die jedoch in ständig nasse Böden nicht ausreichend vorhanden ist.


was passiert? Die Wurzeln verfaulen und die Pflanze stirbt ab!


Tipp: Einzelpflanzen, Hecken oder ganze Pflanzflächen - auch im Hochsommer - nur alle 10-14 Tage (ausgenommen Pflanzen in Gefäßen, Sommerblumen, Gemüse etc.)


Tipp: Dann aber kräftig mit 25-30 Liter/m2 (= 25-30 mm Wasser / m2). Diese Menge entspricht einen  "guten" Niederschlag.


Blühende Sommerfreuden


Wer wünscht sich das nicht? - Ein Blumenbeet, in dem immer etwas blüht. Viele Blütenstauden können diesen Wunsch (fast) erfüllen, vorausgesetzt, man trifft die richtige Auswahl. Gerade das ist bei der riesigen Anzahl der Arten, Gattungen und Sorten jedoch gar nicht so einfach. Selbst berühmte Gartenkünstler wie beispielsweis "Karl Foerster" (war ein deutscher Gärtner, Staudenzüchter, Garten-Schriftsteller und Garten-Philosoph) haben oft Jahre gebraucht, bis sie mit ihrem Werk zufrieden waren.

Glücklicherweise machen uns Stauden - auf der anderen Seite - das "Probieren" ziemlich leicht, denn sie lassen sich relativ problemlos verpflanzen und umarrangieren. Wenn die Bedürfnisse bezüglich Licht und Feuchtigkeit berücksichtigt werden, kann fast nichts mehr schief gehen.


Das können fast nur Stauden - Es gibt so gut wie keinen Standort im Garten, für den keine Staude gewachsen ist. Ob Steingarten oder Teichrand, kühlschattiger Gehölzrand oder vollsonnige Wildblumenwiese: In der großen Familie der Stauden gibt es mit Sicherheit das passende Gewächs.

Der Mensch blüht inmitten bunter Sommerstauden und -blumen so richtig auf. (Siehe auch Christine Dohnau)


Wer freut sich nicht, wenn Pfingstrosen, Rittersporn, Staudensonnenblumen, Sonnenbraut, Sonnenhut, Salbei oder Astern ihre Farbe und Blütenvielfalt zeigen. Wer ist nicht begeistert, wenn sich bodendeckender Storchschnabel, Elfenblumen, Taubnesseln und, und, und von ihrer schönsten Seite zeigen.


Wie gesagt. Die Staudenauswahl (auch auf der Norddeutschen Gartenschau) ist so mannigfaltig, dass es ohne weiteres gelingt, einen Blütenflor vom Frühling bis zum Frost im Garten wachsen zu lassen.


Hatte ich das schon gesagt????? Im Lauf der Jahre lassen sich viele Stauden wiederholt teilen und umpflanzen, so dass man immer wieder mit neuen Farbzusammenstellungen, Wuchhöhen und Bewegungen experimentieren kann.


Nachgeblüht durch SCHNITT


Damit die Nachblüte um so schöner wird, sollte man verblühte Triebe herausschneiden und damit es dann wieder blüht und blüht werden Sommerstauden oft mit phosphatreichem Dünger versorgt. Werden wir aber damit der Umwelt gerecht? Da wird schnell mal zu "Blaukorn" gegriffen, dieser sollte besser nicht verwendet werden. Ich sage nur " sehr grenzwertig" wenn wir die Natur im Auge behalten wollen.

Mein

 

Tipp: Organische Dünger wie Kompost, Horn- oder Knochenmehl weisen dagegen meist geringere Urangehalte auf.

 

 

Wann schneidet man Stauden zurück?

 

Das ist je nach Gartentyp unterschiedlich. In einem sehr "steril" gehaltenen Garten kann man die Stauden im Herbst, nachdem sich die Staude aus den Stängeln die letzte Kraft gezogen hat, zurückschneiden. Das kann bis etwa 5 cm über dem Boden sein. Dies gilt allerdings nicht bei immergrünen Pflanzen.

 

Besser ist es allerdings für die Stauden, wenn man die alten Blätter und Stängel bis ins neue Jahr an der Pflanze lässt, bis kurz bevor die neuen Triebe austreiben. So haben die Pflanze und auch die Tiere noch Schutz vor dem Winter.

 

Des Weiteren bleibt die Struktur im Garten erhalten. Raureif oder Schnee können mit den Pflanzen zu sehr schönen Gartenbildern führen.


Remontier-Eigenschaften


Remontier-Eigenschaften bei Stauden

 

Ein Blumenbeet, in dem immer etwas blüht - wer hat davon noch nicht geträumt? Blütenstauden können diesen Traum fast erfüllen. Verschiedene Stauden sind in der Lage, nach der ersten Blüte im gleichen Jahr ein zweites Mal zu blühen. Voraussetzung ist jedoch, dass gleich nach der ersten Blüte alles verblühte stark zurückgeschnitten wird. Hierdurch erhält die Pflanze den Anreiz, aus ruhenden Knospen erneut auszutreiben und ein zweites Mal zu blühen.

 

Die meisten Stauden sind nach der Blüte nicht mehr sonderlich attraktiv.

 

· Vergilbte Blätter und Samenstände sind das Bild nach der Blüte. Bei vielen remontierenden Stauden kann jedoch durch einen Rückschnitt, eine zweite Blüte gefördert werden.

 

· Diese fällt meist nicht mehr so stark aus wie der erste Blütenflor, aber es lohnt sich dennoch.

 

· Zudem wird die Selbstaussaat und damit die ungewollte Verbreitung im Garten verhindert.

 

· Die Stauden werden etwa 10-15 cm über dem Boden zurück geschnitten.

 

· Allerdings müssen die Stauden gedüngt werden, denn die Pflanzen sind geschwächt und müssen für eine zweite Blüte mit Nährstoffen versorgt werden.

 

· Außerdem sollten die Stauden nach dem Rückschnitt gut gewässert werden.

 

· Im August/September können wir uns dann auf eine zweite Blüte freuen.

 

Diese Remontierfähigkeit ist nicht bei allen Stauden vorhanden und auch recht unterschiedlich ausgeprägt.

 

Recht gute Remontiereigenschaften besitzen: Rittersporn, Salbei, Türkenmohn, Flockenblume, Katzenminze, Phlox, Lupinen, Achillea - Schafgarbe, Anchusa - Ochsenzunge, Centaurea - Flockenblume, Coreopsis - Mädchenauge, Gailardia - Kokardenblume, Heliopsis - Sonnenauge, Polemonium - Jakobsleiter, Pyrethrum - Bunte Margerite.

 

Bei Margeriten, Sonnenbraut und Staudensonnenblumen werden nur die einzelnen Blüten herausgeschnitten.

 

Arboretum Baumpark Ellerhoop

Thiensen

Heiko Müller - Staudengärtner

Thiensen 4

25373 Ellerhoop

Tel. 04120/218

Fax 04120/90


Gartenboden


Wer hin und wieder den Gartenboden ein wenig lockert und dabei jätet, wird von der Herrlichkeit der Stauden belohnt. In trockenen Sommerwochen muss besonders bei Neupflanzung regelmäßig gewässert werden. Wasser sparend wirkt sich eine Mulchdecke aus organischem Material aus. Der abgedeckte Boden trocknet bei direkter Sonnenbestrahlung nicht so schnell aus. Eine Schicht aus Rindenmulch unterdrückt auch weitgehend das unerwünschte Wildkraut.

 

Bei Regen wird das Oberflächenwasser wesentlich besser aufgenommen. Im Steingarten hat sich eine bodendeckende Schicht aus gebrochenem Blähton bewährt. Das ist zwar nicht ganz preiswert, hat aber neben den üblichen Vorzügen des Mulchens den Vorteil, dass es oberflächlich schnell wieder abtrocknet (wa schneckenfeindlich ist). In Staudenrabatten (speziell mit Wildstaudencharakter) kann auf das Mulchen ganz verzichtet werden, sofern die ausgewählten Stauden wüchsig genug sind. Hier muss man dann eher bei den Stauden regulierend eingreifen.