Rosige Zeiten vom Gartenbotschafter John Langley®



Rosenpflege im Garten – Rosige Blütenpracht muss kein Geheimnis sein - Rosen zählen auch für mich zu den beliebtesten und darum am häufigsten angepflanzten Ziergehölzen im Garten. Wenn einige wichtige Punkte bei der Pflanzung und Pflege der Königin der Blumen beachtet werden, wird die Freude an Rosen unbeschreiblich groß sein.

 

Was für ein rosiges Jahr!!!! Wer erlebt das nicht? Das kühle Frühjahr hat unbestritten dazu beigetragen, dass der diesjährige Rosen-Sommer sich zu einer unvorstellbaren Blütenpracht entwickelt hat. Damit die Freude lange anhält, werden die WICHTIGSTEN Pflegemaßnahmen im Rosengarten angesprochen.

 

Standort - Eine wichtige Voraussetzung für gesunde Rosen ist der richtige Standort. Er sollte geschützt liegen und sonnig sein, absonnige Standorte in der Nähe von Häusern oder Mauern sind (wenn möglich) zu meiden. Auch unter Bäumen und Sträuchern fühlen sich Rosen nicht wohl. Eingeschlossene Lagen fördern den Befall mit Pilzkrankheiten.

 

Boden - Kräftige, lehmige Böden sind für Rosen sehr gut geeignet. Zu sandige Böden müssen mit Lehm, Komposterde, abgelagertem Rinderdung oder Rindenkompost verbessert werden, schwere Böden durch Zugabe von Sand. Die Bodenreaktion sollte schwach sauer sein (pH-Wert zwischen 6 und 7). Da ein Rosenbeet nach der Pflanzung für mehrere Jahre nicht mehr tiefgründig bearbeitet werden kann, sollte der Boden gut vorbereitet werden (die oberste Bodenschicht (ca. 40 cm) gründlich lockern und ggf. verbessern).

 

Sorten - Die Auswahl geeigneter Sorten wirkt sich ebenfalls auf die Gesundheit der Rosen aus, es bestehen große Unterschiede hinsichtlich der Krankheitsanfälligkeit. Als krankheitsfest gelten die im Fachhandel erhältlichen Sorten mit dem Qualitätszeichen ADR (Anerkannte Deutsche Rose). Sorten mit diesem Zeichen haben die "Alldeutsche Rosenneuheitenprüfung" mit Erfolg bestanden. Diese Prüfung dauert mehrere Jahre und wird in 9 neutralen Prüfungsgärten unter verschiedenen Boden- und Klimaverhältnissen ohne Pflanzenschutzmitteleinsatz durchgeführt.

 

Das rosige Pflegen - Faktor Wasser. Das Laub "durstiger" Rosen ist besonders anfälliger für einen Pilzbefall (Mehltau), stauende Nässe im Wurzelbereich führt oft zum "Erstickungstod" der Rose. Bei der richtigen Bewässerung kommt es auf die Wassermenge und das wie gegossen wird entscheidend an. Besonders in trockenen Sommermonaten können besonders junge, noch nicht tiefverwurzelte Rosenstöcke unter Wassermangel leiden. Zur Abhilfe legt man einen Gartenschlauch in die Beete und wässert ausgiebig und durchdringend. Rosen NICHT über das Laub „wässern“, aggressive Schadpilze wie Sternrußtau wären dann die Folge. Zusätzlichen Wassergaben werden ab September eingestellt, damit die Triebe der Rose zur Ruhe kommen und - zwecks Frosthärte - verholzen können.

 

Ernährung/Dünger - Rosen benötigen viele Nährstoffe, insbesondere wenn sie durch häufige Schnittmaßnahmen sommerlang neue Triebe aufbauen sollen. Dünger am besten über den Boden ausbringen und unbedingt die Herstellerangaben auf der Packung beachten. Hornspäne - Organische Stickstoffdünger. Je 80 g pro Quadratmeter im Frühjahr und Herbst verteilen, da- nach flach einhacken. Zeitpunkt der Düngung ist März und Juni. Ab Mitte Juli keinen mineralischen Dünger mehr geben.

 

Pflanzung von Container-Rosen: Die Rosen vor der Pflanzung intensiv wässern. Den Kunststofftopf entfernen, indem die Rose auf den Kopf gestellt wird, Pflanze dabei festhalten. Rose so tief einpflanzen, dass die Veredlungsstelle 5 cm unter der Erde liegt. Ausreichend wässern und Erde leicht festtreten. Ein Schnitt ist nicht erforderlich.