Rasen - Pflege vom Gartenbotschafter John Langley®


Fotos: BGL, CMA, GPP

Fotos: Verena Künstner, Ulrike Schacht


Gießen, wässern oder was?


Bewährt hat sich das Gießen oder beregnen (Regneranlage) am späten Nachmittag oder Abend. Oder (jetzt kommt mein persönlicher Lieblingstipp) Am besten wenn ein richtiger Landregen alles abgeduscht hat. Dann kann das Wasser tatsächlich auch bis in die tieferen Graswurzeln vordringen. Zu nass sollte der Rasen allerdings auch nicht werden, denn das fördert Kleewuchs, Pilzkrankheiten treten auf, die nützlichen, luftliebenden Bakterien im Boden ertrinken, und Stickstoff wird ausgelaugt. ACHTUNG – dann sterben diese Wurzeln im nassen "Sumpf" teilweise ab. Woran ist das zu erkennen? Das Gras färbt sich gelblich, als ob er zu trocken geworden wäre.


Ist der Rasen nach dem Urlaub – so wie Sie vermutlich auch braun gebrannt - bedeutet dies nicht, dass er für immer diese Farbe oberirdisch behält. Gräser vertragen Trockenheit im Wurzelbereich viel besser als andere Pflanzen. Beim nächsten kräftigen Regen erholt sich die Rasenfläche schnell wieder und treibt junges GRÜN wieder aus.


Allergiker und Rasen ?


Vermutlich nicht. Auf Rasenflächen sollte gänzlich verzichtet werden. Sie sind ein unerwarteter Sammelplatz für hochwirksamer Allergene. Diese Pilzsporen werden wie eine Wolke - besonders beim Mähen - aufgewirbelt. Gartengestalterisch könnten begehbare Bereiche durch gepflasterte Flächen oder Kiespfade ersetzt werden, bzw. da, wo man begrünte Fläche haben möchte, lassen sich so genannte Bodendecker anpflanzen. Zum „grünen Glück“ gibt es eine Vielzahl geeigneter Pflanzen dafür, die sich als „Rasenersatzgrün“ durchaus bewährt haben. Manche von ihnen sind sogar trittfest. Und noch ein gutes Argument dafür. Sie müssen sogar in den heißen Monaten weniger oder gar nicht gegossen werden. Als duftende Alternative zum Rasen wird die verhältnismäßig trittfeste Englische Rasenkamille gern gepflanzt. Dieser Duftrasen braucht wirklich nicht gemäht zu werden. Die sich ausbreitenden Triebe bewurzeln sich, wo sie den Boden berühren. Bildet wunderschön dichte, duftende Polster. Diese auch englische Teppichkamille genannte Sorte heißt botanisch Anthemis nobilis ‚Treneague‘. Auch das kriechende Bohnenkraut oder die Teppich-Poleiminze gehört zu den Klassiker. Ich als bekennender Thymianfan empfehle sehr gern Zitronen-Thymian, Lavendel-Thymian oder Kümmelthymian. Und wer noch was Immergrünes sucht wird in einer gut sortierten Staudengärtnerei Sternmoos, Mauerpfeffer oder Scheinknöterich als „Rasenersatzbotanik“ finden.


Rasenpflege zusammengesät:


  • Bodenuntersuchung am besten im Februar /März (5.-13. W.) oder Oktober/November(42.-47. W.)
  • Grunddüngung im Februar/März (5.-12. Woche) oder September/Oktober (35.-43. Woche)
  • Bodenausgleich im März/Mai (13.-19. W.)
  • Mähen von März bis November (13.-45. W.)
  • Düngung/Langzeit am besten von März an (11. W.)
  • Besanden entweder im April/Mai - Juni (18.- 27. W.) oder im September (36.- 37. W.)
  • Vertikutieren im April-Juni (16.-26. W.) oder September (36.-37. W.)
  • Tiefenlockerung deines Rasenbodens im April (16.- 20. W.) oder dann wieder im August (32.- 39. W.)
  • Aerifizieren entweder im April (15.- 18. Woche), Juni (23.- 26. W.) oder August (32.-36. W.)
  • · Und nun zum leidigen Thema - Unkraut oder Wildflora. Diese wird am besten von Mai bis September (20.-38. W.) beseitigt.


Gartenbotschafter John Langley®


www.gartenbotschafter.de

Hamburg Journal des NDR befragt John Langley
Hamburg Journal Gartenbotschafter

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Unerwartet stand ich ganz spontan für das Hamburg Journal vor der Kamera.

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