NDR-Mein Nachmittag


Mit Sven Tietzer und Gartenbotschafter John Langley® rund und auf ;-) der Palme bei Pein



Copyright / Fotos: Hilia Marija Höpker

Copyright / Fotos: Hilia Marija Höpker


Palmenhaus in Halstenbek


Eine gute und spontane Vorberereitung ist ALLES. Deshalb an dieser Stelle einen DANK an das gärtnerische Pein-Team. Wenn 10 Hände mit (wie gesagt - total SPONTAN) anpacken, dann entsteht quasi im HANDUMDREHEN ein ganz besonderes Bühnenbild für "Mein Nachmittag. Habt ihr es gesehen?????

 

Jetzt muss "NUR" noch das Licht gesetzt werden. Damit Laufwege gefunden werden und Protagonisten nicht von allein LEUCHTEN müssen. Die Kamera-Kollegen finden (wo auch immer wir waren oder sein werden - immer für unsere Zuschauer, die besten Plätze für ihre Visualisierung. (Das nenne ich jetzt mal so.) Wenn ALLES technisch, redaktionell und moderativ steht, stimmt und miteinander kommuniziert ist, dann (aber wirlich nur dann) geht es auch fast gleich auf Sendung.


Warum dieses Thema?


Mit ihrem exotischen Charme erinnern sie an ferne Südseestrände und bringen etwas von der tropischen Lebensfreude und Leichtigkeit in die Wohnung. Wir zeigen, welche der grünen Riesen sich auch bei uns im Zimmer wohlfühlen und wie man ihre Bedürfnisse erfüllt.

1. Schalte: 4:30 Minuten - Thema/Bild: Sven und John im Überwinterungshaus vor großen Palmen, z.B. Riesenpalme „Hakuna Matata“. Sven misst die Höhe, John erklärt, welche Palmen im Sommer im Freien stehen können, im Winter aber Schutz brauchen und welche Arten am besten im Zimmer bleiben. Habe ich gemacht. :-)

 

Schalte 2: 4:30 Minuten - Thema/Bild: Sven und John zeigen verschiedene Zimmerpalmen, die - wenn möglich - einzeln vorgestellt werden. Geklärt wird, warum Palmen oft braune Blattspitzen haben, schief und krumm wachsen oder vor sich hin kümmern. Wieviel Platz braucht eine Palme, wie oft sollte gegossen und gedüngt werden.


Donnerstag ist jetzt Gründonnerstag


"Der Donnerstag ist ab sofort unser Gründonnerstag", so (oder ähnlich) begrüßte der "Mein Nachmittag" NDR Reporter Sven Tietzer" unsere Zuschau- er. Bestimmt hat Sven gewußt, dass eine alte Bauernregel sagt: Am "Gründonnerstag" wird die schlafende Natur wieder zum Leben erweckt. Damit war ich wohl gemeint. Egal, wer da immer noch glaubt, dass die Herkunft des Namens "Gründonnerstag"  - eine Ableitung vom mittelhochdeutschen - "grünen", was soviel wie "greinen und jammern" bedeutet - denn brachten wir in dieser Sendung mal nicht auf die Palme.


Palmenarten - in diesem Fall ist weniger - leider nicht mehr.


Areca Palme - Madagaskar

Bergpalme - Chamaedorea elegans -  hell, halbschattig

Hanfpalme - Trachycarpus, syn. Chamaerops exelsa, Chamaerops fortunei - hell, halbschattig

Fischschwanzpalme - Caryota - Caryota mitis, Caryota uren - hell, sonnig

Zierliche Bergpalme - Chamaedorea graminifolia, Chamaedorea elegans Mexikanische Bergpalme - hell, vollsonnig

Zwergpalme - Chamaerops - Chamaerops humilis, hell, vollsonnig

Dattelpalme - Kanarischen Inseln - Phoenix canariensis - hell, sonnig, halbschattig

Fischschwanzpalme - Caryota, Caryota mitis -  hell, sonnig

Kentia-Palme / Howea - Howea forsteriana - sehr hell, sonnig auch halbschattig

Kokospalme - (Kokosnusspalme) - Cocos nucifera L. – anspruchsvoll - hell, teilsonnig

Kokospälmchen - Lytocaryum (syn. Microcoelum) - nicht sonnig

Dattelpalme - Phoenix canariensis  - hell, sonnig, halbschattig

Rhapis (Rhapis)

Rhapis excelsa - hell, teil sonnig

Washingtonia - Washingtonia filifera,  hell, halbschattig


Herkunft


Palmen, große, überwiegend in den Tropen weltweit verbreitete Familie holziger Blütenpflanzen mit etwa 2600 Arten, die knapp 200 Gattungen zugerechnet werden.

 

Palmen sind wichtige Nutzpflanzen und liefern Nahrung, Fasern und Öl; außerdem dienen sie in allen tropischen und subtropischen Regionen als Zierpflanzen und in den gemäßigten Breiten sind sie beliebte Zimmer- und Kübelpflanzen.


VERORTUNG


Palmen sind fast ausschließlich in den Tropen verbreitet. Sie kommen dort in den verschiedensten Lebensräumen vor: von den Regenwäldern der Tiefebenen bis in die Gebirgsregionen, von den Wüsten bis zu Mangroven-sümpfen. Geographisch ist die Familie jedoch ungleich über die verschiedenen tropischen Gebiete verteilt; rund 1400 Arten finden sich in den asiatischen Tropen, in den afrikanischen dagegen nur 120. Weitere 130 Arten kommen auf Madagaskar und nahe gelegenen Inseln im westlichen Indischen Ozean vor; rund 950 Arten sind in den amerikanischen Tropen verbreitet.


Gesunde - Pflanzen - Checklist


Woran man beim Kauf erkennt, ob eine Pflanze gesund ist


  • Kahle Zweige, gelb verfärbte Blätter, braune Ränder und Blattflecken sind kein gutes Zeichen. Oft liegen hier bereits Pflegefehler vor.
  • Wer beim Kauf unter die Blätter schaut, um festzustellen, ob sich Schädlinge darauf befinden geht auf Nummer sicher.
  • Wer beim Anfassen klebrige Blätter fühlt, wird bestimmt dann auch schnell die Schmierläuse oder "flauschig - weiße" Wollschmierläuse entdecken.
  • Wenn der Palmentopf nicht zu schwer ist. (Macht sonst auch keinen Sinn) einfach hochheben und vorsichtig schütteln. Wenn jetzt (wie beim Weihnachtsbaum zum Palmensonntag) übermäßig Blätter abfallen. dann sollte keine Kaufentscheidung getroffen werden.
  • Wachsen die Wurzeln aus den Löchern des Topfbodens heraus, ist die Palme schon älter und bereits so kräftig gewachsen, dass es eng wird im Topf.
  • Hier ist dann oft ein fachgerechtes Umtopfen angesagt. Dieses wird vermutlich "nur" im Fachbetrieb und weniger im "Baumarkt" der MÖGLICH sein.
  • TIPP: Deshalb Augen auf beim Einkauf, sonst ist man ratzfatz oben an der Palmenspitze angelangt.

Nur die winterharten kommen in den Garten


Viele Palmen haben eine weitaus größere Frosttoleranz als man sich zunächt vorstellen kann. Deshalb sind könnten auch einige "winterharten" Arten davon in den milderen Gebieten Deutschlands winterhart und können dort ins Freie gepflanzt werden.

 

Schnell wird man sich spontan bestimmt genau diese Frage stellen: "Ist das Auspflanzen auch in kälteren Gegenden - oder für weniger frostharte Arten - durch einen entsprechenden Winterschutz möglich?" 

Die Antwort ist recht einfach. "Wer einen gegen Nordosten geschützten, sonnigen und gut dränierten Standort zum Auspflanzen wählt ist gut beraten." Da wir nicht immer (oder eigentlich überhaupt nicht) einschätzen können, wie "unser" Winter wird.  Wäre es durchaus "hilfreich" seine "Tropengrün" am besten direkt vor der Südwand eines beheizten Gebäudes zu verorten.

 

Warum? Wird es draußen kalt und kälter müssen Palmen mit einem relativ geringem Aufwand einen Winterschutz aus Stroh, Laub und Schilfmatten bekommen. Aber das reicht natürlich nicht. Besonders gefährdet ist der Wurzelbereich. 

 

Dieser sollte oder vielmehr MUSS in jedem Fall gut geschützt (gemulcht - und auf keinem Fall mit Torf) werden, um ein längeres durchfrieren des Bodens zu reduzieren oder - was noch perfekter wäre - zu vermeiden.

 

Und BITTE nicht vergessen: Jüngere Palmen sind noch RICHTIG frostempfindlich. Ohne Winterschutz ist eigentlich nur in unserer gemäßigten Klimazone das Auspflanzen der härtesten Arten möglich. Ohne Gewähr - Nannorrhops ritchiana, Rhapido-phyllum, Sabal minor, Serenoa repens, Trachycarpus fortunei, Trachycarpus nanus, Trachycarpus takil oder Trachycarpus wagnerianus.

(Quelle: http://palme.dsn.de)