Kompostieren beginnt im Kopf vom Gartenbotschafter John Langley®


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Grünes spart Geld


Kompostierung ist unbestritten die sinnvollste Verwertung organischer Abfallstoffe aus Garten und Küche. Kompost bereichert den Gartenboden mit organischem Leben. Kompost verbessert die Bodenstruktur, sorgt für aktive Bodenorganismen, deren Aufgabe es ist den Gartenboden und somit die Pflanzen am Leben zu erhalten. Schattig und windgeschützt sollte das "Sammelgut" stehen. Entweder man kompostiert gemeinsam oder hält einen halben Meter Abstand vom Nachbargrundstück.

 

Grundsätzlich gilt: Platz zum Sammeln ist auch im kleinsten Garten. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Angeboten werden die unterschiedlichsten Kompostiersysteme. Beispielsweise allseitig gut zu belüftende, kostengünstige Holzlattenkonstruktionen oder mobile Metallgestelle. Wer es rundum geschlossen bevorzugt, dem bleibt ein Schnell- oder Thermokomposter. Er hat eine offene Verbindung zum Oberboden, damit Feuchtigkeit versickern kann, und weitere zum Befüllen, Entleeren und Belüften. Ein "grund"verkehrter Standort läßt die gesammelte Natur schnell faulen und nicht - wie gewünscht - verrotten.

 

Wichtig ist: Ein Schnellkomposter darf nicht wie eine Stadt-Biotonne gefüllt werden. Hier kommt es auf die Mischung an. Fast alles - mit Ausnahme von stark pilzerkrankten organischen Materialien - kann auf den Kompost. 500 bis 750 Gramm Kalkstickstoff pro Kubikmeter verbessert den Rottungsprozeß. Küchenabfälle (aber nichts Gekochtes), Laub, Rasen- und Heckenschnitt, Staudenreste, Haustiermist (aber kein Katzen-Klumpstreu), geringe Mengen zerkleinertes Papier und Wellpappe, Stroh oder "verbrauchte" Blumenerde können problemlos kompostiert werden. Küchenabfälle sofort mit Erde oder einer dünnen Schicht Gesteinsmehl abdecken, um unangenehme Gerüche zu vermeiden. Ein kerngesunder Kompost stinkt nicht. Je nach Zusammensetzung ist er nach einem halben bis einem Jahr nutzbar - nicht nur als Bodenverbesserer, sondern auch als kostenloser Dünger im Garten.


Kompost + Laub


Kastanie, Pappel, Birke, Akazie und die gute Eiche - sie alle sind sehr schwer verottbar oder zu kompostieren. Hier hilft nur der Gang zum Gartenfachhandel. Ein "Universal-Komposter" könnte über die Fläche gestreut und leicht mit einem Sauzahn oder einer Grabegabel (nicht graben!!!) eingearbeitet werden. Der Aufwand lohnt sich, da somit der Zersetzungsprozess verbessert wird. Laub ganz allgemein sollte vorsichtig im frostfreien Frühjahr 1-3 mal im Oberboden einarbeiten. Laub oder Mulchmaterial schützt vor den Boden vorm Austrocknen, verbessert das Dasein der Kleinstlebewesen im Boden (Mikroorganismen) und verbessert auch bei leichter oberflächiger Einarbeitung sandige, lehmige und tonige Böden. VORSICHT!!!! Zuviel Eichenlaub kann durch Gerbsäure den Gartenboden versauern. Hier helfen dann nur Kalk oder Tonmineralien aus dem Gartenfachhandel um den Zersetzungsvorgang zu verbessern. Das zentimeterdicke Eichenlaub enthält leider zu wenig Stickstoff (Stickstoff beschleunigt oftmals den Rottevorgang), dieser ist aber zur Bildung von arteigenem Eiweiß der Kleinstlebewesen und zur Zersetzung der Blätter nötig. Was bleibt: Entweder das Laub abtragen, das hat sich vermutlich 470 Jahre bestens bewährt. Oder mit dem Szenarium der Natur leben. Das zarte Schneeglöckchen freut sich zweifellos auf Natur pur.


Kompostieren beginnt im Kopf und nicht im Garten.


Lateinisch heißt Kompost "Componere", was so viel bedeutet wie zusammensetzen. Und genau hier liegt das Geheimnis. Kompost entsteht aus organischen Resten, den Umwandlungsprozeß nennt man Rotte, Bodenorganismen sorgen für geruchsfreie Zersetzung.

 

Und dieses ist möglich durch eine vielseitige Zusammenstellung. Nie größere Mengen eines Materials verwenden (zum Beispiel Äpfel oder Laub oder, oder). Ein besseres Kompostergebnis wird durch Mischen und Zerkleinern mittels eines Schredders erreicht.

 

Auf gute Luftzufuhr im Kompost und ausgewogene Feuchtigkeit achten. Sollen nur Äpfel, Rasenschnitt, Laub oder Zweige auf den Kompost, könnte dieser Fakt nicht mehr gewährleistet sein. Auch wenn beispielsweise zuviel Laub auf den Kompost kommt, versauert dieser durch Gerbsäure.

 

Hier helfen dann Kalk oder Tonmineralien (1kg/m3). Warum? Besonders Laub enthält wenig Stickstoff. Dieser ist aber zur Bildung von arteigenem Eiweiß der Kleinstlebewesen zur Zersetzung nötig. Nur so kann Kompostieren funktionieren. Es gibt auch den sogenannten Reifkompost.

 

Dieser ist nicht für schwere Böden geeignet. Die Rotte dauert circa 6-12 Monaten; nicht länger als 1 Jahr lagern; Verlust an Nährstoffen.

 

Der Frischkompost/Mulchkompost ist nur halbverrottet oder angerottet.In diesem Zustand werden besonders die Bodenorganismen gefördert. Mulch belüftet gut den Oberboden (Mutterboden). Es ist kein Umsetzen nötig bereits nach 2-4 Monaten als Mulch verwendbar.

 

Doch VORSICHT bei Neubepflanzung und besonders bei Blumenzwiebeln: Den so erarbeiteten Kompost nicht eingraben, dann stirbt der Humus und somit die wichtigen Bodenorganismen. Und die Natur soll doch leben.



Das ist er"LAUBT".