NDR-Mein Nachmittag


Kübel winterhart machen - mit Sven Tietzer und Gartenbotschafter John Langley® im Blumenhof Pein / Halstenbek



Copyright / Fotos: Hilia Marija Höpker


Der Blumenhof


Der Blumenhof Pein, so wie es ihn heute gibt in Halstenbek liegt ursprünglich in der 1910 von Hans Hachmann gegrün- deten Baum- und Rosenschule. Über 100 Jahre gibt es nun schon dieses vielseitige Unter-nehmen für grüne und blühende "Kompentenz" in der Dockenhuder Chaussee 96 in Halstenbek, nordöstlich von Hamburg. 1977 übernahm Werner Pein den Betrieb in der 3. Generation. Blumenhof Pein wurde weit über die Landes-grenzen nicht nur in Nord- deutschland ein Begriff für Vielseitigkeit, Qualität und Regionalität.

Es entstand in den letzten Jahren durch Umbauten und interner und externer Quali- tätssicherung / Schulungen der mitarbeiter/innen eine ganz besondere Erlebnisgärtnerei mit einem umfangreichen Sortiment an In- und Out-door- pflanzen, vielseitiger Floristik, gärtnerischer Dienstleistungen und einem qualifizierten Überwinterungsmanagement für mobile Kübel- und Topf- pflanzen. 

Mit ca. 6500 m2 Gewächshäuser für die Kulturfächen für unterschiedlichste Saison- pflanzen über das gesamte Jahr von duftenden Frühlingsblüher, unvorstellbaren farbigen Sommer- for, sowie  vielfältige Herbst- und Weihnachts-pflanzen - wie beispielsweise die "Sternenbeete" zum "greifen" nah.

Alles was der Mensch so braucht - um Haus, Büro, Balkon, Garten, Terasse oder "nur" zum Verschenken haben möchte. Mit  dem blühenden Grün  gibt es im Blumenhof Pein auf 2700 m2 Verkaufsfläche unter Glas und im Freiland viel zu entdecken.

 

1996, 2003 und auch im Jahre 2007 wurde der Betrieb mit dem Prädikat „Gärtnerei des Jahres“ ausgezeichnet.

 

premiumgaertnerei

 

,Frische und Vielfalt" sind Markenzeichen – und das soll auch zukünfig so bleiben.

Bereits seit 1981 tragen wir die Auszeichnung des Gartenbau-verbandes „Geprüfter Fachbetrieb“ und seit 2002 den Titel “Premium Gärtnerei“.


Überwinterung – Aber wo und wie?


Schon bei der Pflanzen-auswahl sollte man überlegen, welches Winterquartier vorhanden ist. Einige Kübel- pflanzen lassen sich mit entsprechenden Schutzmaßnahmen im Freiland überwintern, andere auch im kühlen Zimmer. Häufig findet sich aber nur ein Platz in der Garage, im Keller, Treppenhaus auf dem Dachboden oder beim Überwinterungsprofi in der Region. Nicht nur das Winterquartier ist wesentlich entscheidend für das "Überleben" der Pflanzen, sondern auch die richtige winterlichen Pflege. Sie richtet sich nach der Pflanzenart, aber auch nach den Standort- bedingungen, die das Winterquartier ermöglicht.

 

Welcher „Einräumtermin“ ist der RICHTIGE? - Grundsätzlich gilt, je länger man das Einräumen hinauszögert und je früher man wieder ausräumt, desto kürzer stehen die Pflanzen - oftmals sehr ungünstigen Bedingungen. Viele Pflanzen vertragen Temperaturen an der Frostgrenze, insbesondere dann, wenn man sie an die schützende Hauswand oder unter ein Dach rückt, wo man sie zum Schutz unter Umständen auch mit Noppenfolie abdecken kann. Die oft angegebenen Zeitpunkte: Einräumen Mitte Oktober, Ausräumen Mitte Mai stimmen also nur bedingt.

 

Welches ist eigentlich das geeignete Winter- Quartiere? Mit Ausnahme weniger Pflanzen, die mit entsprechendem Schutz auch im Freiland überwintern können, benötigen alle anderen Kübelpflanzen ein Winterquartier, dass im Idealfall frostfrei, hell, gut lüftbar, evtl. mit einer Temperaturregelung ausgestattet und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist. Viele Kübelpflanzen sind aber so robust, dass sie auch unter ungünstigeren Bedingungen überleben, wenn sie auch im nächsten Jahr längere Zeit benötigen, um sich zu erholen.

 

Eignet sich auch ein Wintergarten zum Schutz der Pflanzen? Ja und nein. Dieser Garten ist nur dann für Kübelpflanzen ein ideales Winterquartier, wenn er nicht wie ein Wohnraum geheizt wird, und er entsprechende Lüftungs- und Schattierungseinrichtungen hat. Ansonsten kommt es an sonnigen Wintertagen zu einer starken Sonneneinstrahlung und Erwärmung des Raumes und nachts zu einem Temperatursturz. Was wäre die Folge? Ständig wechselnde Temperaturen werden von Kübelpflanzen nicht schadlos überstanden. Die ideale Temperatur beträgt ca. 8° C. Für Dauerfrostperioden muss der Raum mit einer Heizmöglichkeit ausgestattet sein. Gegossen wird im Wintergarten nur mäßig, obwohl auch hier ständige Kontrolle nötig ist

 

Ist eigentlich der Keller für Kübelpflanzen geeignet? - Dieser Raum ist das wohl am häufigsten genutzte Winterquartier für exotische Kübelpflanzen. Nicht jede Pflanze lässt sich so überwintern, doch alle - die sich zur Ruhe bringen lassen - überstehen den Winter in einem dunklen kühlen Kellerraum viel besser, als in einem hellen warmen Keller.


Zu diesen Pflanzen gehören Agave, Aucuba, Laurus, Trachycarpus. Bei anderen, wie z.B. Brugmansia, Plumbago oder Solanum fallen zwar die Blätter ab, die Pflanzen treiben aber im nächsten Frühjahr neu aus. Die Temperatur sollte zwischen 2 und 10° C liegen. Je geringer die Temperatur, desto besser lässt sich die Ruhe im dunklen Raum einhalten. Gegossen wird nur gerade so viel, dass der Ballen nicht ganz austrocknet.

 

Überlebt Immergrünes im Treppenhaus? In einem hellen, kühlen Treppenhaus lassen sich viele Kübelpflanzen unter den gleichen Pflegebedingungen wie im Wintergarten halten. Insbesondere die immergrünen Arten haben hier einen idealen Standort.

 

Eignet sich für die Überwinterung eine Garage?

Robuste Kübelpflanzen wie Ficus carica, Punica, Trachycarpus, Yucca, Poncirus vertragen auch den Aufenthalt in einer Garage, soweit sie ein Fenster hat. Die Abwärme des hereingefahrenen Autos reicht normalerweise, um tiefe Nachttemperaturen abzufangen. Ist Dauerfrost angesagt, oder sinken die Nachttemperaturen unter – 10° C muss eine Notheizung (z.B. eine Infrarotlampe) installiert werden. Aufgrund der geringen Temperatur ist der Wasserbedarf der Pflanzen in diesem Winterquartier sehr gering.

 

Und welche Pflanzen könnten ohne Stress im Freiland überstehen? - Die Überwinterung im Freiland ist nur bei wenigen Arten möglich. Hierzu zählen z.B. ältere Pflanzen von Yucca filamentosa, Poncirus trifoliata, Citrus fortunella, Ficus carica. Die Pflanzen müssen bereits im Frühjahr ins Freigelände gepflanzt werden (und sind damit eigentlich keine Kübelpflanzen mehr), damit sie vor dem Winter gut einwurzeln. Der Standort muss in jedem Fall vor Wind und Wintersonne geschützt sein, damit die Pflanzen durch diese Einflüsse nicht austrocknen. Besonders gefährlich sind nämlich sonnige Wintertag mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Die Blätter verdunsten durch die Sonneneinstrahlung Wasser, ohne dass die Wurzeln aus dem gefrorenen Boden Wasser nachliefern können. Die Pflanzen vertrocknen regelrecht.

Was ist noch zu tun? Am besten ist ein Sonnenschutz aus einer Strohmatte und eine dicke Mulchdecke aus Laub, die durch Koniferenzweige (Tanne auf dem Foto - links - zu sehen)  zusätzlich geschützt wird.

Ein anderes Problem ist die notwendige Bodenfeuchtigkeit, die aber bei plötzlichem Frosteinfall schnell zum Verhängnis werden kann, weil ein Teil der Wurzel in jedem Fall erfriert. Um die Pflanzen auch im Winter mit der notwendigen Wassermenge versorgen zu können ist eine gute Drainage des Pflanzloches nötig. Dazu füllt auf den Boden des Pflanzloches eine ca. 20 cm hohe Schicht aus einer Mischung aus je 50 % Einheitserde und einem stabilen Zusatzstoff (Sand, Blähton etc.). So vorbereitet kann man die Pflanzen auch im Winter gießen, wenn es nötig ist, oder auf die Regenseite des Grundstückes pflanzen, ohne dass überschüssiges Wasser im Wurzelbereich gefriert.

 

Winterschutzmaßnahmen für mobiles Grün

 

Folienkonstruktionen: Allen Folienkonstruktionen gemeinsam ist, dass sie aus Plastikfolien wie transparenter PE-Folie, Noppenfolie oder schwarzer PE-Folie hergestellt werden. Je nach Folienart haben Sie verschiedene Vorteile: einfache Folie hat kaum Effekte auf die Temperatur schützt aber gut vor Regen, Noppenfolie erhöht die Temperatur etwas effektiver, schwarze Folie bietet gute Schattierung.

 

Gewächshaus: (siehe Hintergrund) Vorteile: sicherer Schutz, auch nicht winterharte Exoten können im Garten bleiben, ausreichend Licht, Windschutz. 


Wärmequelle: (nicht diese NDR Lichtquelle) Phoenix canariensis, Washingtonia Arten, Livistonia spp. oder Brahea armata können mittels Gasöfen, Camping Heizungen, Glühlampen, Lichterketten oder ähnlichem „aufgewärmt“ werden. Die Temperatur wird so 3 - 15 Grad über der Außentemperatur gehalten, je nachdem welche Heizquelle verwendet wird.