NDR-Mein Nachmittag - Ja, das war gestern und immer noch aktuell.

Hochbeete mit Sven Tietzer und Gartenbotschafter John Langley®


Ein Hoch auf das Hochbeet


Gärtnern ist ja eigentlich schön und erholsam, wenn nur das ewige Bücken nicht wäre. Mit 66 Jahren dar ich das sagen und schreiben. Gegen den dauernden "krummen Rücken" gibt es zum Glück das ideale und praktische Hochbeet. Darauf (nicht drauf stellen) besser davor kann man bequem im Stehen oder sogar im Sitzen "ackern". Eine Ideallösung für alle, die wegen ihres Rückens oder anderer Beschwerden sonst aufs gesunde Gärtnern verzichten müssten; zum Beispiel Rollstuhlfahrer/innen.

 

Vorteile eines Hochbeetes.

 

Warum schätze ich diese Art der Beetgestaltung so? Man kann dort, wo sonst Gärtnern gar nicht (oder stark eingeschränkt) möglich wäre - etwa in Gartenhöfen oder auf Dachterrassen - beispielsweise einen Gemüse- oder Kräutergarten haben. Auch in sogenannten Hanglage lässt sich viel bequemer ein "Hochbeet-Terrassengarten" anlegen und beernten. Hochbeete sind besonders für sehr nasse Gärten zu empfehlen, bei denen Gemüseanbau sonst kaum möglich wäre. Das engagierte Hochbeet-Gärtnern ist eine Art der "Intensivkultur", weil dort beispielsweise viel mehr Nährstoffe - als auf einem normalen Beet - verfügbar sind. Somit ist (bei richtiger Zusammenstellung, Standort und Pflege) wächst alles viel ertragreicher und üppiger. Wer hier mit der Natur gut umgeht, kann und wird seine Ernte um circa zwei Wochen verfrühen und auf gleicher Fläche sogar fast verdoppeln.


sedo-hochbeete


Ein wirklich praktisches "Stapel-System". Dieser Typ von Hochbeet wurde aus nachwachsenden Rohstoffen fachgerecht  gergestellt. Dabei wurden heimische Nadelhölzer wie Douglasie und Lärche verwendet. Die räumlichen Masse können  individuell bestimmt werden.  Angeboten werden 100 x 60 x 60 cm, 200 x 120 x 70 cm, 250 x 120 x 70 cm mit der Option jeweilig einen sogenannten "Zusatzkranz" gegen Aufpreis gleich mitzubestellen.Für das größere Model haben Sven und ich knapp fünf Minuten zum Aufbau benötigt, dann konnten wir die Folie mit einem Tacker fixieren, Hat uns sehr viel Spaß gebracht. Was? Aubauen und tackern. Weitere Infos zum Produkt findet ihr HIER.


Warum ein Hochbeet von sedo?


  • Die höhere Temperatur im Inneren des Hochbeetes erlauben bei richtiger Pflege eine mehrmalige Ernte im Jahr.
  • Grünschnitt und Gartenrückstände werden einer ökologischen Verwendung zugeführt.
  • Die anstehende (was wortlich gemeint) Beetpflege wird durch die individuell auf die eigenen Bedürfnisse variierbare Höhe - deutlich erleichtert. Das bedeutet, ab sofort ist dieses Gärtnern gelenk- und rückenschonend.
  • Diese Hochbeete sind bewußt sägerauh gehalten, damit wird es Schnecken nicht gerade leicht gemacht, daran hoch zu schleimen.
  • Es werden für diese Produktion ausschließlich naturbelassenes und unbehandeltes Holz aus heimischer, nachhaltiger und zertifizierter PEFC-Forstwirschaft verwendet.
  • Einzelne Kränze unserer Hochbeete können problemlos ergänzt werden. So bleibt das Hochbeet viele Jahre erhalten.
  • Die Hochbeete können ganz einfach (wer mit LEGO aufgewachsen ist - hat die besten Vorraussetzungen dafür ;-) ) über ein einfaches Stecksystem ohne Metallteile, wie Schrauben oder Nägel, zusammen"gebaut" (fixiert gesteckt" werden.
  • Es soll von diesem Produzenten auch Hochbeetvarianten zur Nutzung auf Balkon oder Terrasse geben. Hier muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Grundfläche der Beete nicht größer ist, als beispielsweise der Balkon.

Hochbeet gärtnern leicht gemacht


Zunächst erst einmal eine große, mit Erde und Kompost gefüllte geräumige "Kiste", auf der in "Tischhöhe" alles (oder vieles) wachsen könnte. Pflanzen, Wildkraut jäten und ernten, alles kann man bequem im Stehen oder auf der Kante des Beetes sitzend abarbeiten.

 

Der Standort, auf dem das Hochbeet anlegt wird, sollte möglichst sonnig sein. Bei einer Breite von 1,20 Metern kann man das "Himmelsbeet" leicht von beiden Seiten bearbeiten. Eine Höhe von 8O Zentimeter ist am praktischsten.

Um das aufgestellte Hochbeet sollte ein Weg so breit sein, dass man diesen bequem mit einer Schubkarre befahren kann.


Die gute Mischung macht es


Der Aufbau - Zuerst hebt man an der Stelle, wo das Hochbeet entstehen soll, einen Spatenstich tief die Erde aus, es entsteht eine etwa 20 cm tiefe Grube. Dieser Oberboden kann danach gut verwendet werden. Darunter lockert man den Boden nochmals einen Spatenstich tief. Diese beiden Arbeiten sollten vor dem Aufbau des Hochbeetes erledigt werden.  Damit wird der "Bodenkontakt" hergestellt und zuviel Regen kann besser versickern.


Endlich haben geschnittene Äste jetzt ein neues, sinnvolles und gutes Zuhause. Etwa 30 cm hoch werden grob zerkleinerter Baumschnitt oder die geschnittenen Zweige von Beerensträuchern und anderes holziges Material, das nur langsam verrottet, auf den Boden des Hochbeetes gelegt. Diese Schicht sorgt für eine gute Durchlüftung, HIER BEGINNT DAS EIGENTLICHE "GEHEIMNIS". Eine erfolgreiche Rotte!

 

Auf diese Holzschicht packt man eine dicke Schichtkönnte man Rasensoden in das System einbringen. Hier gilt mal nicht der Gärtner-Satz: "Grün nach oben." Sondern im Gegenteil. Etwas aufschichten, dann könnte Laub dazu kommen und jetzt folgt unreifer Kompost oder Mist (wenn vorhanden). Geeignet ist Pferdemist oder strohigen Kuhmist. Auf diesen "nahrhafte" Unterbau kommt der klassische Oberboden (Mutterboden) bis 20 cm bis fast unterhalb des Hochbeetrandes.

 

Die oberste Schicht besteht aus gut verrottetem Kompost, vermischt mit der Erde, die man am Anfang abgetragen hat. In Gärten, in denen es Wühlmäuse gibt, legt man zwischen die oberste Erdschicht und den Oberboden ein engmaschiges Drahtgeflecht. Gut geeignet ist sogenannter Kükendraht. Man zieht den Draht auch an den Seiten hoch, damit die Nager nicht an den Wänden entlang zu den begehrten Pflanzenwurzeln vordringen können.

 

Ist das Hochbeet fertig, kann es sofort bepflanzt werden. Baut man das Beet im Herbst, deckt man die Erde mit einer dicken Schicht Stroh ab, damit alle Materialien bis zum Frühjahr weiter verrotten können. Dabei wird sich der Inhalt des Hochbeetes etwas senken, das Niveau gleicht man im Frühjahr mit Kompost aus.

 

Hochbeete werden vorzugsweise mit Mischkultur bepflanzt, denn sie eignen sich wegen des nahrhaften Untergrundes besonders gut zu dichter Bepflanzung. Außerdem bieten sich die Ränder für Kulturen von hängenden Pflanzen an: Gurken, Erbsen, Erdbeeren usw. Wer - wie ich - nur ein Hochbeet hat, muss sich bei der Bepflanzung nach der Besonnung richten: Tomaten und andere hohe Pflanzen kommen an die Nordseite, in die Mitte setzt man mittelgroße Pflanzen und an die Südseite niedrige. So nimmt keine Kultur der anderen Licht und Wärme weg.