NDR-Mein Nachmittag

Blumenampeln mit Chris Braun und Gartenbotschafter John Langley®


Eisheiligen


Kaum zeigen sich die ersten wärmenden Sonnenstrahlen, werden die Menschen aktiv. Und zu ihren absoluten  Lieblingsbeschäftigungen gehört das unbestritten das Werkeln auf Balkonen, Terrassen und in Gärten. Sprich: Kästen, Kübel und Beete werden mit Sommerblühern bepflanzt. Oftmals leider viel zu früh. Denn bis Mitte Mai kann es noch zu empfindlichen Kälteeinbrüchen kommen, wie wir zur Zeit den Wettermeldungen entnehmen können.


Eine alte Gärtnerregel lautet daher: Die Sommerblumen und dazu gehört Deine genannte blühende Auswahl, erst nach den Eisheiligen pflanzen. Bei den Eisheiligen handelt es sich natürlich nicht um "Langnese, Schöller und Warncke", sondern um die Namenstage von katholischen Heiligen. Der 11. Mai steht für Mamertus, der 12. Mai für Pankratius, der 13. Mai für Servatius und der 14. Mai für Bonifatius. Der 15. Mai ist der Ehrentag von Sophia. Wettermäßig ist es wohl seit vielen, vielen Jahrzehnten, wenn nicht gar seit Jahrhunderten so, dass es Mitte Mai immer noch einmal einen deutlichen Kälteeinbruch gibt.


Der "Volksmund" hat diese eiskalten Tage im Wonnemonat dann mit den "Heiligen" und der Sophie in Verbindung gebracht.Als "schlechter" Verkäufer würde ich sagen: "Pflanz ruhig schon deine Pflanzen, die Natur wird's schon richten." Als Gartenbotschafter muss und will ich sagen, dass beispielsweise der Balkon-Klassiker Petunie (Vorfahren kommen aus Brasilien) ein Recht auf einen warmen, sonnigen Start in die aktuell Sommersaison haben sollte. Der "kleinste" Frost kann unter Umständen zum größten Frust führen - und das muss nicht sein.


Einfach, gut und perfekt


Pflanz-Tipps: Besonders schön sind gepflanzte Kombinationen, die viele Struktur- und Blattschmuckpflanzen verwenden. Höhere Sorten sollten hinten oder in der Mitte des Gefäßes verpflanzt werden, während kompaktere, kleinere Sorten vorn oder ringförmig von der Mitte aus angeordnet werden. Unsere Beispiele aus der Gärtnerei Pein aus Halstenbek sind dafür überzeugende Botschafter. Das Austopfen der zu verpflanzenden "Blüher und Blattpflanzen" sollte bitte  vorsichtig gehandhabt werden. Das bereits gebildete junge Wurzelwerk darf nicht nachhaltig beschädigt werden.

Tipp: Nur gut gewässerte Ballen lassen sich problemlos verpflanzen. Der blühende Frühling (entdecke in den Fotos von Hilia Höpker diese Beispiele) können entgegen einer Sommerbepflanzung „enger“ gepflanzt werden. Nur noch regelmäßig gießen und gelegentlich düngen. (dazu folgen natürlich noch Infos)

ACHTUNG: Leichte Frühlingsfröste (bis - 6°C) werden nicht immer gut vertragen. Hier könnte ein preiswertes

Frostschutzvlies (Gartenfachhandel) einen "Frust" und Frostschutz geben. Wer sich die Mühe macht, verwelkte Blütenstände regelmäßig zu entfernen, sorgt für eine üppige Entwicklung der Bepflanzung.


Warum sind bunte Ampeln so schön?


Die Antwort ist einfach: Bunte schwebende Sommerfreuden macht einfach Spaß und Platz ist eigentlich überall dafür vorhanden. Sommer, Sonne, Blütenpracht - wer kommt da nicht in entspannte Stimmung? Und diese lässt sich natürlich auch auf dem heimischen Balkon oder der Terrasse genießen. Nicht nur Seele, sondern auch die bunt bepflanzten Ampeln so richtig baumeln lassen. Mit der richtigen Bepflanzung (aus der regionalen Gärtnerei)  kommt man auch auf "Balkonia" oder auf "Terrassien" ganz einfach in den gute Laune-Modus.


"Volle Sonne" ist für viele Beet- und Balkonpflanzen Voraussetzung für eine schöne Blüte und gutes Wachstum. Allerdings bedeutet ein solcher Standort auch "mehr gießen", denn die Verdunstung ist hier - zwischen Himmel und Erde natürlich am größten. Damit es in diesem Jahr besonders schön blüht, werden alle sommerlichen Pflanzen aufeinander in ihren Bedürfnissen an Pflege und Standort abgestimmt.


Der Sommer hat immer viel "Hunger"


Düngung: Der blühende Erfolg hängt auch von der guten regelmäßigen "Pflanzenernährung" ab. Gedüngt werden sollte grundsätzlich von Juni bis September. Bei warmem, sonnigem Wetter wöchentlich düngen, bei kalter, trüber Witterung notfalls Düngedosis halbieren.

Faustregel: Neu Gepflanztes, das nicht in

langzeitgedüngte Einheitserde gesetzt ist, nach 14 bis 28 Tagen erstmals

zu düngen.

Flüssigdünger: Ein 40- bis 50-prozentiger

Auswaschungsverlust ist durchaus möglich. Niemals trockene Erde direkt düngen, sondern erst gießen.

Ummantelter Dünger: Weniger von

Auswaschungsverlust betroffen ist ein mit Harzöl ummantelter Langzeitdünger. Er gewährleistet bei einer Bodentemperatur von 20 bis 23 Grad Celsius eine tägliche Nährstoffabgaberate von etwa einem Prozent.

Düngeregel: 20 Gramm für eine Pflanze, nach zwei Monaten nachdüngen. Vorsicht mit Düngestäbchen: Diese können bei unsachgemäßer Verwendung in nicht gleichmäßig feuchter Erden leicht die Wurzelfasern verbrennen


Wasser marsch....


Gießen: Wenn möglich täglich morgens gießen, nass gewordene Blätter trocknen besser durch schnellere Verdunstung ab. Abends gegossene Pflanzen können sich als krankheitsanfälliger herausstellen. Das "wie viel" und "wie oft" ist abhängig von der Witterung, der Verortung und der Größe des Gefäßes. (Mit oder ohne Wasserspeicherbehältnis) Bei direkter über Stunden anhaltender Sonnen-einstrahlung und /oderWind erhöht sich die Wassermenge deutlich. Je kleiner der Pflanzbehälter und je größer die Zahl der wachsenden Pflanzen, destoschwieriger ist es, gezielt und richtig zu gießen.

Tipp: Den bepflanzen Bereich (nicht bis zum Aufhänger :-) ) der gesamten Ampelbegrünung in ein größeres mit angewärmten Wasser tauchen. Wenn es keine Luftbläschen mehr sichtbar - ist es gut und die blühende Ampel kann zum "abtropfen" aus dem Wasserbad genommen werden.

Tipp: Leitungskaltes Gießwasser kann zu unweigerlich zu Wurzelschäden führen. Vernässung lässt Pflanzen auch schnell vertrocknen. Trockenschäden können bedeuten, dass keine Luft/Sauerstoff mehr in dem Pflanzsubstrat ist. Keine Atmung = kein Leben = die Pflanze vertrocknet.

Vorsicht: Verbrennungsgefahr: Deshalb nicht bei praller Sonne gießen, Wassertropfen wirken wie "Brenngläser" und verursachen Schadstellen an den Pflanzen.

Tipp: Nach dem ersten Flor Ende Juli/August oder nach größerem Regenschaden könnte ein fachgerechtes "halbieren" der Bepflanzung durchaus Sinn machen, damit die verblühten "Südländerinnen" noch einmal so "richtig" in gut vierzehn Tagen durchtreiben um dann noch buschiger und blütenreicher zu werden. Aber das "funktioniert" nur, wenn danach die liebe Sonne ausreichend scheint.


Außergewöhnlich?


Was ist daran so außergewöhnlich? Es ist die Art und Weise der interessanten Bepflanzung. Bevorzugt wird ein grobmaschiger Draht- oder Kunststoffkorb mit etwa 35cm Durchmesser (oder größer) verwendet. Dieser wird im ersten Arbeitsschritt mit einer Matte aus Kokosfasern oder speziellem Recycling-Material dünn ausgelegt. Damit das Gießwasser nicht sofort wieder ausläuft ist es ratsam, auf diese Schicht eine dünne, gelochte Folie zu legen. (Das hat sich bei meiner Konstruktion bewährt) Nun kommt der etwas "schwierigere" handwerkliche Teil: Im unteren Drittel des Korbes werden für circa 7-9 Pflanzen Einstecklöcher durch den Korb und die Einlagen hindurch geschnitten.


Was muß beim Einpflanzen beachtet werden! Wichtig ist besonders gutes Substrat mit möglichst hoher Wasserhaltekraft. Bei der großen Menge an Pflanzen ist der Wasserbedarf (siehe gießen) enorm hoch. Pro Korb rechnet man mit 7 bis 9 Pflanzen, je nach Wuchscharakter (Habitus) der jeweiligen, aber nie langweiligen Pflanzenart. Der Korbboden wird dann mit Substrat bedeckt. In die vorbereiteten "Pflanzlöcher" werden die Juniorpflanzen vorsichtig bis zum Stielansatz eingefädelt. Nun wird der Korb mit der geeigneten Pflanz-Erde gefüllt und restlichen Pflanzen eingepflanzt und angegossen. Etwa zwei bis drei Wochen nach dem Bepflanzen wird dem Gießwasser Volldünger (Eine Möglichkeit - siehe bitte Düngung) zugesetzt - und nun wird sich aus den kleinen Pflänzchen ganz schnell ein riesiger Blütenball entwickeln. Das ist der blühende SOMMER.


Hanging Baskets immer noch beliebt


Stimmt, immer noch im Trend „hängen“ die buntbepflanzten Ampeln mit dem Namen Hanging Baskets (hängende Körbe). Die Idee zu dieser Bepflanzung stammt aus England. Und englische Pflanzenliebhaber lassen sich gerne bunte und außergewöhnliche Bepflanzungen einfallen.


Wofür ist dieser schwebende Garten gedacht? Wer schon einmal in Großbritannien war kennt die allgegenwärtigen Körbe voll mit Blumenpracht. Das besondere ist hierbei…… mit verschiedenen Pflanzen lässt sich ein Farbenspiel kreieren. Einen Naschgarten anlegen oder nur mit rankenden Pflanzen gestalten.


Wo könnte man einen Platz für die Körbe finden? Eigentlich überall. Klar, der Klassiker bleibt der Balkon, die Pergola oder eine Terrasse sind für hängende Blumen ideal. Wir haben bepflanzte Körbe einfach an stärkere Äste unser Hainbuche im NDR - Mein Nachmittagsgarten gehängt. So kann man den Freisitz auch schön bunt gestalten, wenn das Platzangebot doch eher begrenzt ist.


Gartenbotschafter John Langley®


www.gartenbotschafter.de

Hamburg Journal des NDR befragt John Langley
Hamburg Journal Gartenbotschafter

Fernsehen

Unerwartet stand ich ganz spontan für das Hamburg Journal vor der Kamera.

Norddeutschen Gartenschau im Areboretum Ellerhoop
Areboretum Ellerhoop

Bücher

Hier findet Ihr Bücher Empfehlungen und auch "etwas" von mir. MEHR

John schreibt: Mein Gästebuch
Gartenbotschafter & Gästebuch

Gästebuch

Wer hat Lust hier mir in

meinem virtuellen GÄSTEBUCH etwas zu schreiben?. MEHR

John mit einer Schere, mit der man abgeschnittene Rosen präsentieren kann
Verkehrte Ansicht

Fragen

Eure Erfahrungen,

Erlebnisse und vor allem

Eure Fragen sind mir

wichtig.


Loki Schmidt liest einen Flyer von John und dem NDR
"Loki " Hannelore Schmidt und John

Loki Schmidt

Es ist eine besondere Auszeichnung, ihre Stiftung als Botschafter vertreten nicht nur in der Öffentlichkeit vertreten zu können und zu dürfen.

Pflanzzeit Gartenbotschafter
Pflanzzeit Gartenbotschafter

"Engagierbar"

Visuelle Gestaltung, aktive Moderationen, Vorträge, Präsentation, verständliches Naturverständnis.

 

John mit viel Ehrenamt unterwegs - für die Loki Schmidt Stiftung
John und Ehrenamt

Ehrenamt

Impulse sind mir wichtig. Es gibt noch viel, was man(n) GUTES, SINNVOLLES und EHRENAMTLICHES tun kann und könnte.

 

Primula kommt von Primus
Primula - Primus

 Garten ABC

Gärtnern beginnt im Kopf. Nur wer probiert, schaut, fragt und sich aktiv informiert hat den schönsten Garten.