Der adventliche Kranz als Lichterbote

Gartenbotschafter John Langley® mit Christine Dohnau



Copyright / Fotos: Hilia Marija Höpker, John Langley


Adventkränze


Sind die Lichterboten für dunkle Tage des Jahres..... und ist dann ist

 

Mit dem 1. Advent beginnt "offiziell" die Weihnachtszeit. Und damit hat das weltliche Symbol dieser Zeit, der Adventskranz mit vier Kerzen, Hochsaison.

 

Trotz mannigfaltiger Veränder- ungen in unserer Gesellschaft hat sich diese Grundform des Kreises bis heute erhalten.

 

Im christlichen Glauben gilt der gebundene Ring aus grüner "Natur" als Symbol der Ewigkeit.

 

Im heidnischen Verständnis bedeutet die Kranzform der immerwährende Kreislauf der Sonne.

 

Wie komme ich jetzt von der Sonne (Gemessen an der Erde ist die Sonne gigantisch groß.) (auf Christine Donau????? Egal!

 

Christine war hell begeistert und beeindruckt, wie Vielfältig die Gestaltungsmöglichkeiten der Kränze in der Gärtnerei Pein in Halstenbek waren.

 

Ok, da gab es auch die Klassiker. Grüne, duftende Koniferen und andere Immergrüne, dazu rote (und anders farbige) Kerzen und Äpfel sowie Schmuckbänder - dieser Farbkontrast spricht nicht nur Juniormenschen an.

 

Ja, Farbe nehmen wir oft weniger mit dem Verstand, sondern vielmehr emotional auf. Sie beeinflusst unsere Stimmung nachhaltig. So ist es nicht verwunderlich, dass nach wie vor rund zwei Drittel aller Menschen die traditionellen Farben Rot, Grün und Gold speziell in der Weihnachtszeit bevorzugen.

 

Unabgesprochen haben wir uns auch für diesen adventlichen Dreh "etwas"  dem Anlass entsprechend gekleidet. Wie man bestimmt sofort entdeckt hat.

 

Alle Jahre wieder kommt nicht nur das „Fest der Feste“ auf uns zu, sondern auch die Zeit der Kreativität, wenn es um das Gestalten von weihnachtlichem, floralem Zimmerschmuck geht. Der Adventskranz steht dabei oft im Mittelpunkt des häuslichen Geschehens, wenn es ums „Basteln“ geht.

 

Ob mit Schmuckbändern an einem Ständer befestigt, liegend auf einem Teller oder als „Nest“ für Obst und Nüsse - der gebundene oder gesteckte Adventskranz verfehlt seine Wirkung nicht.

Zum Binden werden die ausgewählten floralen Werkstoffe in entsprechend lange Stücke geschnitten und auf die Arbeitsfläche gelegt. Beispielsweise kleinere Tannenspitzen oder Zweige sind zum Verarbeiten vorteilhafter, weil so die Adventskranzform genauer, somit runder gerät, als wenn die Naturmaterialien zu groß sind.

 

Der Charakter der Arbeit wird durch die Auswahl der Werkstoffe bestimmt. Beginnend an der linken Seite (Linkshänder rechts) des liegenden Reifens (dort wird der Anfang des Wickeldrahtes befestigt) werden die geschnittenen Zweige einzeln oder in Tuffs (mehrere) so an den Reifen gelegt, dass die Stielenden direkt an dem gewellten Flacheisen anliegen und die Zweige den Lauf des Bügels flach und fächerartig begleiten.

 

Die angelegten Werkstoffe werden so lange mit der einen Hand in der gewählten Lage gehalten, bis die Arbeitshand den Draht von innen nach außen über die Stielenden gelegt und fest angezogen hat. Wenn das richtig gemacht worden ist, halten die Zweige an der Unterlage.

 

Beim Wickeln sollte auf die richtige Proportion geachtet werden, das heißt, die Kranzöffnung sollte im optisch ausgewogenen Verhältnis zur Kranzdicke stehen. Warum? Von einem ruhigen Kranzkörper und einer entsprechend ausgewogenen Kranzöffnung geht eine besinnliche, harmonische Wirkung aus. Ein Adventskranz muss nicht nur aus Koniferen, Nadel- und immergrünen Laubgehölzen bestehen, sondern auch aus Hölzern, Reben, Rundeisen, Korkscheiben, Strohwülsten, Bananenblättern, Zapfen, Folien, Textilien und, und, und. Der Adventskranz muss keine roten Kerzen haben; denn die Industrie hat sich weitgehend den „Modetrends“ unterworfen. Farblich passend gibt es Kugeln, Bänder, Glimmer und, und, und selbst die Auswahl der Koniferen lässt sich farblich berücksichtigen. Wer es natürlicher mag, für den bietet der eigene Garten oder die Gärtnerei vor oft "viel Natur", um natürlich zu gestalten.


Mit Natur gestaltet


Orange, rote und lila Beerenfrüchte
Callicarpa bodinieri, Celastrus orbiculatus, Cotoneaster-Sorten, Phytholacca americana, Rosa canina, Rosa hugonis, Rhus typhina, Daphne mezerium, Sorbus acuparia, Hippophae rhamnoides, Crataegus spinosa, Pernettya mucronata
Weiße Beeren
Pernettya mucronata, Symphoriarpos albus
Blaue Beeren
Ligustrum vulgare, Prunus spinosa, Sambucus nigra, Hedera helix (Altersform), Rhamnus carthaticus
 Beiwerkliste
Blätter, Ranken, Rispen, Frucht- und Samenstände, Zweige, Flechten, Moose, Wurzeln, Steine, Zapfen, Algen, Korallen
 Wildwachsende Rankgewächse
Humulus - Hopfen, Lysimachia - Münzkraut, Melilotus - Steinklee,
Galium - Klettenlabkraut, Concolvulus - Ackerwinde, Polygonum - Vogelknöterich, Lathyrus montanus - Bergplatterbse, Lathyrus tuberosus - Knollenplatterbse, Coronilla - Zaunwicke, Clematis - Waldrebe, Hedera - Efeu
Zweige aus der Wildflora:
Betula - Birke, Salix - Weide, Populus - Pappel, Amelanchier - Felsenbirne, Acerarten - Ahorn, Ilex - Stechapfel, Genista - Ginster,
Aesculus - Kastanie, Sorbus - Eberesche, Lonicera - Heckenkirsche,
Sambucus - Holunder, Prunus - Schlehdorn, Rosa - Hagebutte,
Crataegus - Weißdorn
Samenstände, frisch oder getrocknet:
Verbascumarten - Königskerzenarten, Raphanus - Hederich, Thalpsi - Ackerhellerkraut Aegopodium - Geißfuß, Agrimonia - Odermenning
Linaria - Leinkraut, Valeriana - Baldrian, Rumex - Ampfer, Origanum - Majoran, Angelica - Engelwurz