GARTEN VON EHREN

6. Markttage und Schneeglöckenfest am 6./7. März 2015



Loki Schmidt Stiftung


Der Gewöhnliche Teufelsabbiss ist die Blume des Jahres 2015


Mit der Aktion „Blume des Jahres“ macht die Loki Schmidt Stiftung seit 1980 auf gefährdete Pflanzen und ihre Lebens- räume aufmerksam. Jährlich gibt sie einen Kalender heraus, in dem sie die Blume des Jahres und ihren Lebensraum in anspruchsvollen Aufnahmen vorstellt.

 

Die Loki Schmidt Stiftung hat heute den Gewöhnlichen Teufelsabbiss (Succisa pratensis) zur Blume des Jahres 2015 ernannt.

 

"Damit soll für den Schutz dieser bedrohten Pflanze geworben werden, die in den meisten Bundesländern auf der Roten Liste der gefährdeten Arten steht." erklärt Axel Jahn im Gesprächt mit mir auf der Veranstaltung von GARTEN VON EHREN. 

 

Die Blume des Jahres steht immer auch stellvertretend für einen bedrohten Lebensraum. Beim Gewöhnlichen Teufelsabbiss sind dies feuchte und magere, offene Landschaften wie bei- spielsweise Feuchtwiesen, Moor- und Heidegebiete, Uferzonen sowie Graben- und Wegränder im Feuchtgrünland.

 

Die Farbenpracht der hübschen hell- blau, violett bis rosa gefärbten Blüten des Gewöhnlichen Teufelsabbisses be- gleitet uns ab Juli durch den Spät- sommer.

 

„Hauptursache für die Gefährdung dieser Pflanze ist die Intensivierung der Landwirtschaft. Feuchte Wiesen wurden entwässert, gedüngt oder zu Acker- und Bauland umgewandelt. Unsere letzten zurückhaltend bewirtschafteten Mager- und Feuchtstandorte müssen unbedingt erhalten werden“, so Axel Jahn, der Geschäftsführer der Loki Schmidt Stiftung.

 

Das Problem: Wenn die Flächen brach fallen, verschwindet der Teufelsabbiss ebenso wie bei einer Intensivierung der Nutzung. Größere Bestände der Art kommen derzeit im südlichen Teil der Bundesrepublik beispielsweise in den Alpen, im Schwarzwald und im Odenwald vor. In den nördlichen Bundesländern ist der Gewöhnliche Teufelsabbiss hingegen nur noch an wenigen Stellen zu finden.

 

Der Gewöhnliche Teufelsabbiss fühlt sich in mageren, feuchten sowie mäßig warmen offenen Landschaften beson- ders wohl und kommt in Höhenlagen von bis zu 1300 Metern vor. Die Art bietet Nahrung für viele Insektenarten. Beispielsweise dient sie den Raupen des Goldenen Scheckenfalters, einem euro- paweit geschützten und äußerst bedrohten Tagfalter, als Nahrung.

 

Mit der Wahl des Teufelsabbisses zur Blume des Jahres wirbt die Stiftung für einen schonenden Umgang mit unseren mageren und feuchten baum- freien Landschaften. Als Schutzmaß- nahme dort sollte auf eine Düngung verzichtet und ein Nährstoffeintrag verhindert werden. Wenn die Nutzung einer Fläche eingestellt wird, ist jedoch eine regelmäßige Biotoppflege, zum Beispiel durch Beweidung oder Mahd anzustreben, um ein Aufwachsen von Gehölzen zu verhindern. Zahlreiche weitere Pflanzen- und Tierarten würden hiervon profitieren.

 

"Die attraktive, mehrjährige Staude" so Ralf Ziegenhagen an den 6. Markttagen vor Ort für die Loki Schmidt Stiftung im Einsatz - "erreicht eine Höhe von 20 bis 100 cm und erfreut uns zwischen Juli und September mit ihren meist hellblau, violett oder selten auch rosa gefärbten, zierlichen Blüten." 

 

Diese stehen mit 50 bis 80 Einzelblüten in kleinen, kugeligen Körbchen zusam- men. Die Bestäubung erfolgt durch Bienen, Falter und andere Insekten. Die Früchte des Teufelsabbisses werden durch Wind oder durch vorbeistreifende Tiere ausgebreitet. Sowohl der deutsche als auch der lateinische Name für den Gewöhnlichen Teufelsabbiss sind auf die besondere Gestalt seines unterirdischen Wurzelstocks zurückzuführen. Da dieser im Herbst von unten abstirbt, sieht er wie „abgebissen“ aus. Nach einer Sage soll es der Teufel aus Zorn über die Heilkraft der Pflanze abgebissen haben.

 

Ein von der Loki Schmidt Stiftung herausgegebener Kalender für das Jahr 2015 stellt den Teufelsabbiss und seinen Lebensraum vor. Kalender und Samen der Blume des Jahres 2015 können unter info@loki-schmidt-stiftung.de bestellt wer- den.

 

Mit der Bekanntgabe der Blume des Jahres 2015 am 21. Oktober erinnert die Stiftung an ihre Gründerin Loki Schmidt (1919-2010), die sich viele Jahrzehnte für den Naturschutz in Deutschland eingesetzt und die Aktion „Blume des Jahres“ im Jahr 1980 ins Leben gerufen hat.

 

Für Rückfragen: Axel Jahn, Loki Schmidt Stiftung Naturschutz Hamburg, Steintor- weg 8, 20099 Hamburg, info@loki-schmidt-stiftung.de


Frühjahrs-Markttage bei Garten von Ehren läutete die Gartensaison 2015 ein


3.100 Gäste, 250 Schneeglöckchen-Sorten und ganz, ganz viel gute Laune.

 

Nach frostiger Winterzeit herrschte kahle Ebbe in den norddeutschen Gärten. Doch passend zum inoffiziellen Frühlingsanfang am vergangenen Wochenende, empfingen 250 verschie- dene Sorten Schneeglöckchen (Galanthus) und viele Frühlingsblüher die Besucher der Markttage bei GARTEN VON EHREN und läuteten so die Gartensaison ein. Unter dem Motto „Schneeglöckchen, Frühblüher & Kunstwerk“ lud das Gartencenter im Hamburger Süden zu seinen all- jährlichen, mittlerweile 6. Frühjahrs-Markttagen ein.

 

Über 3.100 Hobbybotaniker und Gartenliebhaber freuten sich bei wun- derbarem Wetter über die inter-nationalen Aussteller, Show - Cooking und Podiums- diskussionen und vielen Gespächen mit NDR-Fernsehgärtner und Gartenbotschafter John Langley.

 

Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen zeigten und präsentierten rund 40 Aussteller aus Deutschland, Belgien, Holland und England, ihre Frühblüher bei den Schneeglöckchentagen im Garten-center von Ehren.

 

Sie alle waren mit dabei...... Hepatica, Helleborus, Eranthis, Aurikeln, Ane- monen, Alpine und diverse andere Spezialitäten erwarteten die Besucher, aber auch besondere Gehölze in allen Größen- und Altersstufen. Eine Auswahl an Rosen aus der Region, bewährte und Neuheiten an Kletterkünstler wie Clematis in Sorten, Rhododendren, Ahorn um nur einige "Stars" des 6. Markttages zu nennen.

 

Die "eigentlichen" Hingucker der Markttage waren traditionell die unbeschreibliche Vielfalt der Schnee-glöckchen: In Deutschland stehen sie in freier Wildbahn unter Artenschutz und dürfen deshalb nicht ausgegraben werden.

 

Deshalb gab es bei Garten von Ehren die komplette "blühende" Sortenvielfalt des weißen Frühlingsvorboten nicht nur zu bestaunen, sondern auch zu kaufen.

 

Wenn es auf Ostern zugeht, sind die zarten Blumen zudem für die Festtags-Dekoration geeignet: „Gerade in Kombination mit Ostergras und Kro- kussen, findet das Schneeglöckchen auch den Weg auf die schöne Ostertafel“, weiß Johannes von Ehren, der das Gartencenter leitet. Zu den Schneeglöckchentagen kamen auch Produzenten aus dem Bereich Kunst- handwerk und präsentierten Krea- tionen aus Gehölz, Stein & Co.

 

Talkrunden mit dem Gartenbotschafter John Langley und ein aufregendes Show-BBQ durch den  engagierten Europagrillmeister Kim Fleck, rundeten das Event ab.


„Wir haben uns sehr über das sehr große Interesse anässlich des 6. Markttages in Marmsdorf - und das bei diesem tollen Wetter - gefreut!“, resümierte Johannes von Ehren. Ein Viertel des eingenommenen Eintritts- geldes kommt nun der Kinder- hilfsinitiative „Grüne Helden“ zugute.