ERNTEDANK

 in Vier- und Marschlanden am 3. bis 5. Oktober 2014


Die "Vierländer Frische"-Gärtner- und Gärtnerinnen sind ein aktiver Zusammenschluss traditionsreicher und gartenbaulicher Familien- betriebe aus den Hamburger Vier- und Marschlanden. Das Ziel ist es, Menschen mit frischen Blumen und Pflanzen aus der Region zu versorgen und ihnen mehr durch ausgewählte  Qualität anbieten zu können.


"Aus der Region für die Region" ist das Motto des diesjährigen Erntedankwagens und unter der floristischen Anleitung von Sylvia hatten alle kreativen Gärtner/innen so richtig Freude, die blumige "Ernte ihrer Arbeit" zum Erntedankumzug in den Vier- und Marschlamden und in der Halle B4 auf DU UND DEINE WELT zu präsentieren. Und wie war das Interesse der Besucher?????  Die mobilen "Botschafterwagen" aus der Region wurden immer, immer wieder fotografiert. Das sagt doch alles!!!!!!! Oder? MEHR Bilder von den Wägen auf der Messe.

Auf dem Erntedankzug in Vier- und Marschlanden


Fotos: Marten Bornhöft m-bornhoeft.de


Es begann im    Jahre 1977



Seit 1977 ist das Erntedankfest fester Bestandteil der traditio-nellen Vier- und Marschländer Kultur und lockt jährlich bis zu 30.000 Besucher an, die die schön geschmückten Umzugs- wagen bewundern.


Dank an die Landfrauen


Das heutige Erntedankfest in Kirchwerder wurde ursprüng- lich durch die Vierländer Trachten-gruppe und die Kirchwerder Landfrauen organisiert.


Neu ab 2011


Seit 2011 wird der Erntedank- umzug vom Förderverein Erntedank, deren Haupt organi- satoren aus der Gemeinschaft Vier- und Marschlande, den Veerlanner Speeldeel und der St. Severini Kirchwerder kommen, veranstaltet.


Handarbeit an 50 Wägen plus


Waren beim ersten Erntedank- umzug erst zwei Wagen vertre- ten, sind es nun mittlerweile über 50 Wagen aus verschiedenen Vereinen inner- halb der Vier- und Marschlande.

 

Die kreative, oft florale ein- druckvolle Dekoration der Wagen mit ihren unterschied-lichsten Motiven aus Blumen, Obst und Gemüse wird in stundenlanger Arbeit liebevoll vorbereitet. Schaut einfach mal selbt, was euch da so alles gefällt.


Fotos: Marten Bornhöft

m-bornhoeft.de

Das hat was!!!!

Was für eine überzeugende Botschaft aus der Region. Dir, lieber Marten - einen ganz besonderen Dank - für diese Impressionen aus den Vier - und Marschlande. Gruß John


Kulturlandschaft


Die Vier- und Marschlande im Südosten Hamburgs sind mit der Eindeichung der Elbmarsch im 12. und frühen 13. Jahrhundert entstanden. Das Gebiet wurde in Marschhufen zu je 40 Morgen eingeteilt und in freier Erbleihe vergeben. Als Gegenleistung waren die Bauern dazu verpflichtet, die Funktionsfähigkeit der Deiche und Gräben zu erhalten. Zur Entwässerung der Flächen aber auch zur Bewässerung der Felder wurden im 19. Jahrhundert vor allem Feldentwässerungsmühlen eingesetzt. Für die nahe- gelegene Stadt waren die Vier- und Marschlande als wichtiges Lebensmittelanbaugebiet jeher von großer Bedeutung und verhalfen der Stadt Hamburg zur Selbstversorgung und somit auch zu ihrem Titel als unabhängige Stadt. Die Ernte wurde mit Vierländer Gemüseewern bei auf- laufendem Wasser auf der Elbe in die Innenstadt gebracht. Dieses lukrative Geschäft ließ die Bauern zu den reichsten in Norddeutschland werden. Dieser Wohlstand spiegelt sich noch heute in aufwendig gestalteten, historischen Hufnerhäusern wider.

Die durch Entwässerungs- gräben bedingte kleinteilige Struktur der Fläche eignete sich vor allem für den Gemüse- und Blumenanbau. So entwickelte sich die Kulturlandschaft bis in die 60er Jahre zum größten geschlossenen Blumenanbau- gebiet Deutschlands. Zu dieser Zeit erstrahlten weite Felder der Vier- und Marschlande im Frühjahr in intensivem Blau - Gelb. Die nach wie vor bekannten „Vierländer Stief- mütterchen“ werden heute kaum mehr im Freiland angebaut. An ihre Stelle sind Stiefmütterchen unter Glas getreten, welche zum meist verkauften Frühjahrsartikel zählen. Nach wie vor berühmt sind die Vierländer Maiblumen, die nur in dieser Region optimale Wachstums- bedingungen vorfinden und weltweit exportiert werden.

Die fruchtbaren Marschböden bieten beste Voraussetzung für Landwirtschaft. Produkte wie die Vierländer Tomate, Gurken, Salate, Erdbeeren, Schnitt- blumen und Topfpflanzen werden konventionell und in Bio-Qualität hergestellt und sind auf den nationalen und internationalen Märkten zu finden. Bei der Rosenzucht haben die Vierländer die Nase vorn. So stammt jede vierte in Deutschland produzierte Rose aus dieser Kulturlandschaft.

(Veröffentlichung durch igs)